KAB Schweiz fordert freiwilligen Zölibat und Frauenordination

RNA/kipa, 10.2.2004. Der Zentralrat und der Zentralvorstand der Katholischen
Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmer-Bewegung der Schweiz (KAB Schweiz) hat
sich für den freiwilligen Zölibat und für die Ordination der Frau
ausgesprochen. In einem Manifest wird die Schweizer Bischofskonferenz (SBK)
aufgefordert, sich «betreffend Freiwilligkeit des Zölibats weltweit Gehör zu
verschaffen».

Irn Verband, der 11.500 Mitglieder zählt, seien diese Fragen eingehend
diskutiert worden, teilte die KAB Schweiz am Montag mit. Die KAB mache sich
Sorgen um die Glaubwürdigkeit der Kirche. Als Teil der Kirche und aktive
Bewegung in den Pfarreien wolle sie diese Probleme an die SBK herantragen:

Die KAB unterstützt damit die von der Synode der  Römisch-Katholischen
Landeskirche des Kantons Luzern lancierte Initiative für den freiwilligen
Zölibat und für die Ordination der Frau. Zur Frage des Pflichtzölibats
halten der KAB Zentralrat und der KAB Zentralvorstand fest: «Der Umgang mit
dem Pflichtzölibat als Zulassungsbedingung und sichtbarstes Zeichen des
Weihepriestertums erscheine innerhalb der Kirche «oft unglaubwürdig» und sei
se!bst für engagierte Katholiken kaum nachvollziehbar.

Zur Frage der Ordination der Frau hält die KAB fest, dass Frauen wie Männer
in der Seelsorge hervorragende Arbeit leisteten und für die Kirche eine
Bereicherung seien. Die Nicht-Zulassung der Frauen zur Weihe als Diakon,
Priester und Bischof sei diskriminierend und werde in der heutigen
Gesellschaft auch so empfunden.

Die von der Kirchenleitung angeführten theologischen Gründe zur
Nicht-Ordination von Frauen seien kaum mehr nachvollziehbar. Im Manifest
wird die Kirchenleitung daher gebeten, «die Fragen zur Ordination von Frauen
offen und achtsam zu diskutieren und alles zu unternehmen, dass Frauen zur
Priesterweihe zugelassen werden.»

Aus: Reformierter Pressedienst (CH), 10.2.2004
Quelle: http://www.ref.ch/rna/meldungen/7928.html