Die katholische Kirche hat sich gegen jede rechtliche Duldung der
Vielehe gewandt. Die damit
verbundenen Probleme dürften weder im Namen der Religionsfreiheit
gerechtfertigt noch unter
aus einem "falsch verstandenen Multikulturalismus" klein
geredet werden. Das erklärte der
Sekretär der italienischen Bischofskonferenz, Bischof Giuseppe Betori,
gestern vor der
verfassungsrechtlichen Kommission des Parlaments. Italien bereitet
derzeit eine Neufassung seiner
Religionsgesetze vor. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften müssten an
diesem Prozess
demokratisch beteiligt sein, so Betori. Er warnte jedoch vor einer
undifferenzierten Ausweitung
der Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften. Die
"gleiche Freiheit aller religiösen
Bekenntnisse" bedeute "nicht die völlige
Gleichbehandlung". Die katholische Kirche sei laut
Gesetz eine unabhängige Körperschaft, deren Beziehungen zum Staat auf
der Basis
internationalen Rechts geregelt seien.
(rv/kna 10.01.06 bp)
Quelle: http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=111922