Intellektuelle sehen Welt von Islamisten bedroht

Frankfurt a. M. · Auf eine "globale Bedrohung" durch Islamismus haben Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle hingewiesen. In einem "Manifest: Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus" rufen sie vor dem Hintergrund des Karikaturen-Streits zum "Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus" auf. Islamismus werde von Ängsten und Frustrationen genährt, heißt es darin. Aber "nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt die Wahl von Obskurantismus, Totalitarismus und Hass".

Islamismus sei eine "reaktionäre Ideologie, die Gleichheit, Freiheit und Säkularität tötet, wo immer sie präsent ist". Ihr Erfolg könne nur zu einer "unterworfenen Welt" führen: der Unterwerfung von Frauen durch Männer und von allen durch Islamisten.

Unterzeichnet wurde das Manifest in Deutschland unter anderen vom Schriftsteller Robert Gernhardt, dem Publizisten Ralph Giordano, dem Focus-Chefredakteur Helmut Markwort und der Herausgeberin von Emma, Alice Schwarzer. ulf

Frankfurter Rundschau, 11.3.06, S. 5

Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?cnt=823583&