Wiesbaden (dpa). Nach
Baden-Württemberg plant auch Hessen einen Fragebogen für einbürgerungswillige Ausländer.
Unter dem Motto " Wissen und Werte" solle künftig jeder belegen, dass
er sich mit dieser Republik und ihren Grundwerten aus- einander gesetzt habe,
sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU).
Die Regierung in
Wiesbaden hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass eine "Handreichung"
zur Einbürgerung geplant sei. Diese soll an die kreisfreien Städte und Kreise
gehen. Zum hessischen Prüfungskatalog sollen Fragen zur Geschichte und zu den
staatlichen Organen Deutschlands gehören, aber auch Bekenntnisse zur Rolle von
Mann und Frau in der Gesellschaft, zum Gewaltmonopol des Staates oder zum
deutschen Wahlrecht. Die Kritik an dem in Baden- Württemberg erstellten Gesprächsleitfaden
werde man aufnehmen, kündigte Bouffier an. So werde nicht nach der Einstellung
der Einbürgerungsbewerber zur Homosexualität gefragt.
Quelle: Hanauer
Anzeiger, 14.1.06, S. 1