BERLIN. Wegen des
Streits über die Leistungen für Langzeitarbeitslose hat der Präsident des
Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Jürgen
Gohde, am Mittwoch sein Amt niedergelegt. Der Diakonische Rat, das
Aufsichtsorgan des Diakonischen Werks, sei nach intensiver Diskussion zu der
Auffassung gelangt, dass die Grundlagen für eine "weitere gedeihliche
Zusammenarbeit" nicht gegeben seien, heißt es in der Pressemitteilung des
Rats. Daraufhin habe Gohde sein Amt niedergelegt.
Gohde hatte sich in
einer gemeinsamen Erklärung mit den kommunalen Spitzenverbänden für Kürzungen
der Bezüge von Langzeitarbeitslosen ausgesprochen. Damit hatte er erhebliche
Kritik auf sich gezogen.
Gohde hatte das Amt
als Diakonie-Präsident 1994 übernommen und war im Juni 2005 für weitere fünf
Jahre im Amt bestätigt worden. Zuvor war er seit 1988 Landespfarrer für
Diakonie in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. EPD/AP/DPA