Papst warnt vor Gefahren der Globalisierung

Rom (AP) Papst Johannes Paul II. hat am Dienstag vor den Gefahren der Globalisierung gewarnt. In einer Grußbotschaft an 1.500 junge Pilger im mittelitalienischen Isola del Gran Sasso mahnte das Oberhaupt der katholischen Kirche, die Menschheit bezeuge gegenwärtig einen epochalen Wandel, der die Würde des Menschen und das Gemeinwohl bedrohe, wenn er nicht verantwortungsvoll gelenkt werde. «Es ist notwendig, Liebe und Solidarität zu globalisieren», erklärte Johannes Paul.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Papst vor den negativen Folgen der Globalisierung für die sozial Schwachen und die Umwelt gewarnt und einen ethischen Kodex gefordert. Die jugendlichen Pilger befassen sich in Isola del Gran Sasso fünf Tage lang mit dem Thema Globalisierung

 

21.8.01

Papst erhofft von G8-Gipfel veränderte Haltung zu armen Ländern

Les Combes (Reuters) - Vom Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) erhofft sich Papst Johannes Paul II. nach Worten seines Sprechers eine veränderte Haltung der reichen gegenüber den armen Ländern der Welt. Der Papst bete während seines Sommerurlaubs immer wieder, dass sich mit dem G8-Treffen vom 20. bis 22. Juli die Einstellung der Industrienationen gegenüber den Armen wandeln werde, sagte Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Valls am Sonntag am Urlaubsort des Papstes in den Alpen. Vergangene Woche hatte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gesagt: "Die reichsten, technologisch am weitesten fortgeschrittenen Nationen müssen lernen, auf die Schreie der armen Länder der Welt zu hören, die nur fordern, was ihr von Gott gegebenes Recht ist."

15.7.01