Bischof Homeyer für "Globalisierung der Gerechtigkeit"

Empfang für Teilnehmer der 3. ComECE Sommeruniversität in Hildesheim

Hildesheim (bph) - Als einer der Hauptredner der Sommeruniversität der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (ComECE) und als deren Präsident sprach sich der Hildesheimer Bischof Dr. Josef Homeyer dafür aus, dass das 'Ziel der Globalisierung nicht mehr Reichtum für einige, sondern Gerechtigkeit für alle sein muss'. Dabei müsse die Europäische Union eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung der Globalisierung übernehmen. Die EU mit ihrem Modell des ausgleichenden Miteinanders unabhängiger Staaten könne Vorbild für eine 'Global Governance' sein. 'Global Governance' meine gerade nicht eine zentrale Weltregierung, sondern das Zusammenspiel mehrerer Akteure, die sich auf einige wenige Grundwerte verständigt haben. Die Kirchen seien dabei im Sinne einer 'politischen Diakonie' zu einer umfassenden politischen Mitverantwortung für das Gemeinwohl verpflichtet, betonte Homeyer. Dies bedeute zum Beispiel, diejenigen Werte und Prinzipien zu fördern, die Grundlage für Systeme der 'Global Governance' sind. 'Dazu gehören Menschenwürde, Verantwortung, Solidarität, Subsidiarität, Kohärenz, Transparenz und Verantwortlichkeit', erläuterte der Bischof.

Zur Sommeruniversität der ComECE, die vom 2. bis 5. Oktober 2001 in Goslar stattfindet, sind etwa 30 junge Mitarbeiter der katholischen Bischofskonferenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der Beitrittskandidaten eingeladen, um gemeinsam mit renommierten Experten die ökonomischen, aber insbesondere auch die kulturellen und sozialethischen Fragen, die die Globalisierung für Europa aufwirft, zu reflektieren und diskutieren. Die bisherigen Sommeruniversitäten der ComECE fanden 1999 in Souvigny (Frankreich) und 2000 in Menaggio (Italien) statt.

Die ComECE ist die Kommission der katholischen Bischofskonferenzen der EU-Mitgliedsstaaten. Die Bischofskonferenzen von Ungarn, Malta, Polen, Slowakei, der Tschechischen Republik und der Schweiz sind assoziierte Mitglieder.

4.10.01

Quelle: www.katholische-kirche.de