so Lutz Johanning, Professor für Asset Management an der European Business School im Rheingau (vgl. DIE ZEIT, 24.5.06, S. 36, in: Wir wissen zu wenig über die Märkte, S. 37). Glauben ist neben meinen und wissen eine der Weisen des Für – wahr – Haltens, im Gegensatz zum Wissen (vgl. DIE ZEIT, Lexikon, Band 5, S. 505). Der Glaube ist eine persönliche Grundhaltung, eine numinose, heilige, religiöse Dimension. Der Glaube an den Markt hat somit quasireligiöse Züge. Mit exakter Wissenschaft hat das aber nichts mehr zu tun. Religion will Heil vermitteln. Der Markt soll offensichtlich zum Mittler des Heils werden. Nicht umsonst wird von den „Selbstheilungskräften des Marktes“ gesprochen, eine eindeutig religiöse Sprache.
Von den Propheten des Marktes wird somit versucht, uns eine Weltanschauung überzustülpen. Die Religion des Marktes wird deutlich von Carl Amery beschrieben (vgl. http://www.wir-sind-kirche.de/fulda-hanau/Religion_Markt2.htm )
Hüten wir uns also vor den falschen Propheten.
02.06.2006
Hans - Albert Link