Papst Johannes Paul II. warnt vor Irrwegen in der Gentechnik

"Moralische Grenzen der Forschung"

Vatikanstadt, 05. Februar 2002. Die heutigen Möglichkeiten in der modernen Medizin und Biotechnologie verleiten den Menschen manchmal dazu, sich als seinen eigenen Schöpfer zu betrachten, so Papst Johannes Paul II. in seiner am Dienstag veröffentlichten Botschaft zur Fastenzeit. Das Kirchenoberhaupt warnt vor einer Fehlentwicklung im Bereich der Gentechnik. Nicht alles technisch realisierbare sei auch moralisch zu rechtfertigen.

Das Leben sei ein Geschenk und dürfe nicht als persönliches Eigentum angesehen werden. Dies unterstreicht der Heilige Vater mit Worten aus dem Evangelium: "Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" (Mt 10,8). Das Bestreben der Wissenschaft nach einer Lebensqualität, die der Würde des Menschen besser entspreche sei bewundernswert, so der Papst. Es dürfe aber nie vergessen werden, dass das menschliche Leben auch mit Leid und Behinderung lebenswert sei.

(kp)

Quelle: www.katholische-kirche.de 5.2.02