Gemeinschaftsgrab für Mittellose und Menschen ohne Angehörige
Im
Gemeinschaftsgrab bleibt keiner anonym
Hanau (bb) .., Eine Gemeinschaftsgrabanlage für
Mittellose und für Menschen ohne Angehörige ist auf dem Hanauer Hauptfriedhof
fertig gestellt worden. "Diese Grabanlage ist ein Beitrag gegen die
anonyme Bestattung und gegen die Verwahrlosung mancher Friedhöfe",
erläutert Klinikpfarrer Werner Gutheil. Der Hanauer Seelsorger verweist darauf,
dass in vielen Kommunen gestorbene Menschen in Sammeltransporten in Krematorien
überführt und dann "kostengünstig“. beigesetzt werden. Gutheil möchte auch
verstorbenen Mittellosen eine würdevolle Bestattung ermöglichen. An der
Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Hanauer Hauptfriedhof sind seit Juli bereits
fast 20 Personen bestattet worden.
An der
Gemeinschaftsgrabanlage in Hanau wurden Grabstelen aufgestellt, an denen auch
Namensschilder der Gestorbenen angebracht werden können. Solche Metallschilder
werden an der Ludwig-Geißler-Schule im Rahmen eines Schulprojekts hergestellt.
Sie enthalten Vor- und Familiennamen sowie das Geburts- und Todesjahr. "Am
Gemeinschaftsgrabstein können auch Blumen abgelegt werden, so dass für die
Hinterbliebenen ein Ort des namentlichen Gedenkens geblieben ist", erläutert Gutheil. ., Was zunächst nur für das
Klinikum Stadt Hanau gedacht war, wurde wegen des hohen Bedarfs auf die ganze Stadt ausgeweitet."
Für Pfarrer Gutheil ist es auch wichtig,
dass mittellose Menschen nicht anonym beigesetzt werden. Wenn möglich. erfolge
eine kirchliche Beerdigung. Gutheil: „Bei Konfessionslosen oder bei Menschen.
deren Konfession nicht. zu ermitteln ist. geht immer ein Vertreter der
Klinikseelsorge mit, der für diesen Menschen ein Gebet und einen Ritus hält."
Es werde niemand in aller Stille" beigesetzt. sondern immer öffentlich und
liturgisch begleitet.
Mit Spenden kann das
Gemeinschaftsgrab in Hanau unterstützt werden.
Kontonummer 44073
Stichwort:
"Gemeinschafts- grab",
BLZ 50650023
Sparkasse Hanau
Klinikum Stadt Hanau
Leimenstraße 20
63450 Hanau
Tel 06181/740174
Fax.: 06181/12 0174
E-Mail: Wgutheil@t-online.de
Quelle: Bonifatiusbote,
Nr.47 Kirchenzeitung für das
Bistum Fulda, 23.11.2003,