Fundamentalismus - Dogmatismus – Fanatismus (nach: G. Hole in: Concilium 3/92)

Fundamentalismus: ist die Einstellung auf einen Grundwert oder eine Grundidee, die perfektionistisch gehütet werden muß; hinzu kommt Angst vor Verlust dieses Wertes durch Kompromißbildung. Kennzeichnend ist das Bedürfnis nach:

- Verankerung,

- klarer Identifikation,

- Perfektionismus,

- Einfachheit.

Dogmatismus:ist die systematische Konstruktion und argumentative Absicherung eines Wertes oder einer Einstellung; hierzu gehört die Wichtigkeit der Erklärungen dieser Einstellung als Lehre, sowie die exakte Grenzziehung zu anderen Wert- und Denkbereichen. Kennzeichnend ist das Bedürfnis nach:

- Eindeutigkeit,

- Normbildung,

- Autorität

- Absicherung.

Fanatismus: ist die abnorme Intensität in der Verfolgung und Durchsetzung einer Einstellung oder überwertigen Idee; dabei besteht die Unfähigkeit zu Selbstkritik sowie projektive Abwehr entgegenstehender Meinungen. Kennzeichnend ist das Bedürfnis nach:

- Selbstbestätigung,

- aggressive Durchsetzung,

- absoluter Gültigkeit,

- Konsequenz.

In Anlehnung an Pfürtner kann man Fundamentalismus zurückführen auf:

(nach S. H. Pfürtner, Fundamentalismus – Die Flucht ins Radikale, Freiburg 1991)

 

vgl.

http://www.wir-sind-kirche.de/fulda-hanau/Fundamentalismus_Inhalt.htm

http://www.wir-sind-kirche.de/fulda-hanau/