Kirchenfrauenkonferenz
für Diakonat der Frau
Vertretung
der Frauen im Bistum Würzburg möchte frauenfeindliche Texte aus
dem Gotteslob bannen
Würzburg (POW) Auch Frauen soll in der
katholischen Kirche zukünftig das Diakonat zugänglich sein.
Einen entsprechenden Antrag hat die Kirchenfrauenkonferenz der
Diözese Würzburg einstimmig verabschiedet. Zuvor gaben die 38
Frauen aus Verbänden, Berufsgruppen und Vereinigungen dem
kirchlichen Gremium bei seiner bisher 5. Delegiertenversammlung
im Würzburger Matthias-Ehrenfried-Haus eine Satzung.
Von seiner Arbeit berichtete das Sprecherinnenteam. Die sechs
Frauen, die bei der Delegiertenversammlung 1999 auf vier Jahre
gewählt wurden, setzen die Konferenzbeschlüsse in die Praxis um
und pflegen den Kontakt mit der Bistumsleitung. Seit der letzten
Kirchenfrauenkonferenz wurde beispielsweise ein Informationsabend
zum Thema Schwangerenkonfliktberatung durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Komplex Frau und Sprache.
So schrieb das Team der Sprecherinnen alle
Pfarrgemeinderatsvorsitzenden im Bistum an und bat darum,
männerbezogene Texte im Gotteslob mittels vorgefertigter
Aufkleber zu aktualisieren. Auf diese Weise, erläuterten die
Sprecherinnen, werde nicht nur die oftmals frauenfeindliche
Sprache ins Bewusstsein gerückt. Kommunionkinder würden nicht
mehr dadurch verunsichert, dass in ihrem neuen Gotteslob ein
anderer Text abgedruckt sei als in den oftmals noch
gebräuchlichen älteren Versionen des Gesangbuches.
Aber auch den modernen Medien gilt das Augenmerk der Würzburger
Katholikinnenvertretung: Um besser über ihre Arbeit informieren
zu können, erstellt die Kirchenfrauenkonferenz derzeit einen
Internetauftritt, der in Kürze abrufbar sein soll.
18.05.2001