Exkommunizierte katholischen Priesterinnen haben

 sich zu Bischöfinnen weihen lassen

 

Frauen als Priesterinnen der katholischen Kirche. Ein vielleicht gar nicht
so seltener Wunsch von Katholikinnen. Die Leitung der katholischen Kirche
lehnt diesen Wunsch ab. Sie könne die Weihe von Frauen gar nicht erlauben.
Jene sieben Frauen, die sich vor ziemlich genau einem Jahr auf einem
Donauschiff zu katholischen Priesterinnen weihen ließen, wurden
exkommuniziert. Doch sie geben nicht auf. Zwei von ihnen ließen sich jetzt -
ihren Angaben zufolge - an einem geheimen Ort und von mehreren, nicht
genannten Bischöfen zu Bischöfinnen weihen. Die Exkommunikation ist die
schärfste Strafe, die das Kirchenrecht vorsieht.

Warum die katholische Kirche sie im Fall der sieben Frauen für
gerechtfertigt hält, erklärt der Frankfurter Kirchenrechtler und Jesuit
Pater Ulrich Rhode. "Man hätte vielleicht damals einwenden können, das seien
eben nur vereinzelte Frauen, wer weiß, ob das alles so schlimm ist,
andererseits deutet jetzt gerade die Tatsache darauf hin, ihr Vorhaben
auszuweiten, da sie sich angeblich zu Bischöfinnen haben weihen lassen. Wozu
lässt man sich zum Bischof weihen. Die zwei Sakramente, die dem Bischof
vorbehalten sind, das Sakrament der Firmung, das ausnahmsweise auch ein
Priester spenden könnten, andererseits das Weihesakrament. Wenn das stimmt,
was da berichtet wird, hört es sich so an, als wollten diese Frauen noch
weitere Priesterweihen oder sogar Bischofsweihen spenden, und dadurch würde
doch eine Art Schisma oder eine neue Substruktur entstehen. Und wenn das der
Fall ist, muss ich sagen, waren die schlimmsten Befürchtungen, die man
damals bei der Priesterweihe hatte, berechtigt."

 

28.6.03

Quelle: http://www.kath.de/rv/index.shtml