Eine Psychologie islamistischer Terroristen

 

Blutige Taten, heilende Rache - Wir hören ihre gefährliche Botschaft, aber wir verstehen sie nicht

Von Sudhir Kakar

 

Religion und Terrorismus haben eine lange gemeinsame Geschichte. Einige Ausdrücke, mit denen in verschiedenen Sprachen Terroristen beschrieben werden, haben einen religiösen Ursprung. So bezeichnet der Fanatiker, abgeleitet vom lateinischen fanum (Tempel), einen Glaubensbesessenen. Die Zeloten waren eine jüdische Sekte, deren Angehörige im ersten nachchristlichen Jahrhundert in Israel gegen die Römer kämpften und Kornspeicher und Brunnen vergifteten. Sie sabotierten sogar die Wasserversorgung von Jerusalem und verübten individuelle Attentate. Die Assassinen waren eine radikale schiitische Sekte, die gegen christliche Kreuzfahrer kämpfte. Für sie war das Töten eine heilige Pflicht, und all jenen, die während der Erfüllung dieser Pflicht starben, wurde die Aufnahme ins Paradies versprochen.

 

Bis zum Zeitalter von Nationalismus, Anarchismus und Marxismus diente allein die Religion als Rechtfertigung für Terrorakte. Noch heute verblasst die Gewalt von säkularen Terrorgruppen wie der IRA, den Tamil Tigers, der Eta, dem Leuchtenden Pfad, der ehemaligen Baader-Meinhof-Gruppe und den Roten Brigaden neben den schrecklichen Gewalttaten religiöser Fundamentalisten oder nationalistisch-separatistischer Bewegungen, die von religiöser Leidenschaft erfüllt sind.

 

Die Londoner Anschläge sind die jüngsten, doch das Massaker von Beslan und die Anschläge von Madrid dürften uns noch in Erinnerung sein. Religiöse Terroristen haben zwar gewisse psychologische Momente mit ihren säkularen Gesinnungsgenossen gemeinsam, aber sie haben völlig andere Werte und rechtfertigen ihr Vorgehen auf ganz andere Weise.

 

Ein Terrorist kommt nicht als Terrorist zur Welt. Er (und zunehmend auch sie) entstammt einer großen Minderheit von Muslimen, die sich der fundamentalistischen Botschaft eines radikalen Islams verschrieben haben. Da der Westen diese Botschaft im Allgemeinen falsch versteht, sollten wir genau hinhören. Diese Botschaft wird tagaus, tagein von fundamentalistischen Predigern in Moscheen und traditionellen Koranschulen verkündet. Es beginnt meist mit einer Klage über den verlorenen Ruhm des Islams. Der Prediger vergleicht die beklagenswerte Lage, in der sich Muslime heute befinden, mit dem Glanz vergangener Zeiten. Er verweist auf den Irak, ein Land, das durch das Blut der Enkel des Propheten geheiligt wurde. Sultan Saladin stand im Kampf um Jerusalem mit seinen tausenddreihundert Mann Richard Löwenherz und dessen siebenhunderttausend Mann gegenüber, aber er tötete an einem einzigen Tag dreihundert Christen. In der Schlacht um Mekka schlug der Prophet mit einer bunt zusammengewürfelten Streitmacht von dreihundertdreizehn Anhängern, darunter Frauen und Kinder, die tausend überwiegend berittenen Soldaten des Abu Jahl. Heute dagegen empfinden sich Muslime, trotz Öl, Dollar und modernster Waffen, als Sklaven der westlich-christlichen Mächte, selbst dort, wo sie den Staat regieren.

 

Nach der Schilderung der Symptome diagnostizieren die Mullahs dann die Krankheit der Muslime. Ihre schlechte Verfassung sei auf einen inneren Mangel zurückzuführen, auf einen geschwächten oder abhanden gekommenen Glauben. Muslime hätten alles verloren – politische Autorität, Respekt, spirituellen und weltlichen Reichtum –, weil sie den Pakt mit Mohammad aufgekündigt haben.

 

Einst schenkte Allah den Muslimen die Herrschaft über die Welt, um sie zu prüfen und um zu sehen, ob sie ihm auch weiterhin dienen würden. Es war ihr religiöser Eifer, der einer kleinen Gruppe von Muslimen die Kraft gab, übermächtige Gegner zu bezwingen. Heute, so predigen die fundamentalistischen Mullahs, würden die Araber, trotz ihres Reichtums und ihrer Übermacht an Menschen und territorialer Ausdehnung, von Israel gedemütigt – weil sie nur um das Land kämpfen, auch wenn es ihr Land ist. Sie kämpfen nicht für den Islam. Sie kämpfen nicht für den Propheten. Saladin kämpfte für den Islam und gewann Palästina. Vor der Schlacht gegen Richard Löwenherz rief er seinen Soldaten zu: »Das Paradies ist nah, Ägypten ist fern.«

 

Der fundamentalistische Arzt beschäftigt sich sodann mit der Pathogenese. Verursacht wird die Krankheit durch Modernisierung und Globalisierung, gegen die der muslimische Körper nicht resistent sei. Es gebe heute keinen Unterschied zwischen dem Haus eines Muslims und dem eines Juden, Hindu oder Christen. Die Heilung bestehe also in einer Rückbesinnung auf die Scharia und die im Koran aufgestellten Glaubensgrundsätze.

 

Diese Sicht der Gegenwart als düster und verachtenswert (während Vergangenheit und Zukunft hell und glanzvoll erscheinen) kennzeichnet das ideologische Fundament des Terroristen, der bereit ist, in den Tod zu gehen. Oder wie Erich Hoffer in seiner Untersuchung The True Believer schreibt: »Sein Leben zu verlieren heißt nur, die Gegenwart zu verlieren, und eine wertlose, unwürdige Gegenwart zu verlieren ist natürlich kein großer Verlust.«

 

Psychologisch gesehen ist der Fundamentalismus also eine Gesundungstheorie, in der die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen muslimischen Leidens ersetzt werden durch eine in sich geschlossene religiöse Darstellung von Symptomen und Ursachen der Krankheit und ihrer Heilung. Anders formuliert: Für den Außenstehenden ist der Fundamentalismus eine Krankheit, für den Insider der Weg zur Gesundung. Für viele Muslime, deren Selbstwertgefühl durch den historischen Wandel gebrochen ist, die sich irgendwie unterdrückt fühlen und einer bedrohlichen Zukunft entgegensehen, ist der Fundamentalismus der Versuch, sich im gesellschaftlichen und kulturellen Leben wieder auf das Religiöse zu besinnen. Es ist der Versuch, der Politik eine spirituelle Dimension zu geben und sich mit Hilfe religiöser Wahrheiten vor der Auflösung ihrer kollektiven Identität zu schützen.

 

Dschihad heißt: Kampf gegen die Hindernisse

Eines der wichtigsten Mittel auf diesem Weg ist der Dschihad (arabisch: Anstrengung, Bemühung). Dschihad heißt: Kampf gegen die Hindernisse, die es dem wahren Gläubigen unmöglich machen, ein vollkommenes islamisches Leben zu führen, ein Leben im Glauben. Der Dschihad ist also der friedliche Kampf gegen die Versuchungen, die der eigenen schwachen Natur drohen, und der bewaffnete Kampf gegen die äußeren Kräfte des Unglaubens.

 

Triebkraft des Dschihad ist also keineswegs ein Mangel an Werten. Nur unterscheiden sich diese Werte von denjenigen, die die moderne Gesellschaft prägen. In einer globalisierten Welt, in der sich die Menschen in ihrem Alltag immer wieder neu entscheiden müssen, will der Fundamentalismus ein Weniger an Wahlmöglichkeiten erreichen. Michael Mazarr weist in seinem Essay The Psychological Sources of Islamic Terrorism zu Recht darauf hin, dass der Fundamentalismus in einer modernen, vernunftbetonten Welt die Tradition auf traditionelle Weise verteidigt. Und zwar, indem er eine offenbarte Wahrheit postuliert, die sich rationalen Argumenten entzieht. Wir machen vielleicht einen großen Fehler, wenn wir, wie Präsident George W. Bush, die Dschihadis (nur) als Verbrecher betrachten, als »Leute, die gegen die Freiheit sind. Wir sind für die Freiheit. Und genau das ist der Konflikt«. Diese Worte erinnern mich an Dostojewskij, der einmal gesagt hat: »Nichts ist leichter, als den Übeltäter zu verurteilen, und nichts ist schwieriger, als ihn zu verstehen.«

 

Es ist nicht der Hass auf die westlichen Demokratien, der den Dschihad antreibt, sondern die Angst vor dem verderblichen Einfluss der »unreinen« westlichen Kultur. Der Fundamentalist fürchtet sich nicht vor politischer Freiheit, sondern vor moralischer Verkommenheit. Dies wird deutlich, wenn man sich das Manifest der fundamentalistischen Bewegung ansieht, »Wegmarken« von Sayyid Qutb, dem Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft. Qutb schrieb in diesem Werk seine Gedanken nach einem USA-Aufenthalt (1948 bis 1950) nieder, bevor Präsident Nasser ihn im Jahr 1966 hinrichten ließ. Jonathan Raban hat in seinem Essay My Holy Warrior gezeigt, dass laut Qutb Alkohol, Unzucht, Konsum und vulgäre Vergnügungen charakteristisch für spirituell und moralisch verdorbene Gesellschaften seien. Sie seien in der Dschahilija versunken, jenem Zustand von Unwissenheit und Barbarei, aus dem erst der Koran die Araber gerettet habe.

 

Das 20. Jahrhundert mit seinen dominierenden westlichen Werten ist eine neue Dschahilija. Dagegen verfolgt das große Projekt einer islamischen Erneuerungsbewegung das Ziel, auf der ganzen Welt die Herrschaft Allahs wiederherzustellen, nötigenfalls auch durch Waffengewalt. »Es gibt nur einen Ort auf der Welt, der als Haus des Friedens bezeichnet werden kann, dort existiert ein islamischer Staat, in dem die Scharia gilt und die Gesetze Gottes beachtet werden… Der Rest der Welt ist das Haus des Krieges.«

 

Natürlich sind nicht alle Fundamentalisten Terroristen. Viele mögen mit dem bewaffneten, äußeren Dschihad der Terroristen sympathisieren, aber die eigenen Energien konzentrieren sich auf den inneren Dschihad, auf die Anstrengung, ein frommes Leben im Glauben zu führen. Auch der Fundamentalist spürt die Erniedrigung der islamischen Nation. Doch anders als der Terrorist lenkt er seinen Zorn nach innen. Seine Empfindungen sind die eines Opfers, es sind Gefühle von Hilflosigkeit und, bei Angehörigen der Elite, von Trauer über den verloschenen Glanz der islamischen Kultur.

 

Der Terrorist hingegen, der sich selbst Mudschahed (arabisch: der den Dschihad führt) oder Dschihadi nennt, reagiert ganz anders auf Erniedrigung. Sein Streben nach Rache, sein Wunsch, Unrecht zu vergelten, Verletzungen ungeschehen zu machen, ist eine tief sitzende, gnadenlose Obsession. Seine Unnachsichtigkeit lässt ihm keine Ruhe. Er tötet alle Gefühle für jene ab, die in seiner Wahrnehmung Feinde und damit des Teufels sind, auch Frauen und Kinder. Der Dschihadi wird von kaltem Zorn gesteuert, Rache ist sein Daseinszweck.

 

Das ist ebenso erschreckend wie tragisch. Tragisch, weil er im Terrorismus eine Chance sieht, Heldentum und Idealismus auszudrücken. Noch schrecklicher wird es, wenn man bedenkt, dass er weder verrückt noch drogenumnebelt ist, wie viele vielleicht glauben. Sein Denkvermögen, das sich völlig seinem Hass unterordnet und von diesem einen Gefühl gesteuert wird, ist nicht nur intakt, sondern sogar ausgesprochen geschärft und fokussiert.

 

Viele Faktoren tragen zu dieser unterschiedlichen Psyche von Fundamentalist und Dschihadi bei. Da ist vor allem die Rolle, die die religiöse Gruppe in ihrer inneren Welt spielt. Wir alle gehören der einen oder anderen Gruppe an – Familie, Beruf, Kollegen, Region, Nation, Religion. Jede Gruppe beeinflusst unsere Auffassungen und Haltungen. Bei Bedrohungen, Gefahren oder einer Beleidigung bereits eines einzigen Gruppenangehörigen werden wir uns der Identität dieser speziellen Gruppe bewusst. Sobald sich die Krise gelegt hat, tritt die mit dieser Identität verknüpfte Einstellung wieder in den Hintergrund. Im Fall des Dschihadi ist eine permanente Orientierung an der Identität der religiösen Gruppe und eine Abkehr von allen anderen Gruppen zu beobachten. Der radikale Islam wird zur dominierenden, ja zur einzigen Form, in der der Dschihadi seine Gruppenidentität erlebt.

 

Der religiös motivierte Täter kennt keine Schuldgefühle

Worin unterscheidet sich der religiöse vom säkularen Terroristen? Im Gegensatz zum säkularen Terroristen, der sich auf bestimmte, fest umrissene politische Ziele beschränkt, verfolgt der religiös motivierte Terrorist umfassendere Ziele. Sein großes Ziel ist der Heilige Krieg, der erst dann vorbei ist, wenn der Endsieg über die Welt der Ungläubigen errungen ist.

 

Weil seine Aktionen religiös inspiriert sind, plagen ihn auch keine Schuldgefühle, wenn er unbeteiligte Menschen in den Tod schickt. Aufgrund seiner religiösen Motivation, in der der Konflikt als Kampf zwischen Gott und Satan, zwischen Gut und Böse erscheint, kann er, von einem umfassenderen Feindbild geleitet, weitaus schlimmere Anschläge durchführen als der säkulare Terrorist. Seine Ziele sind per definitionem unantastbar, unangreifbar, über jede Kritik erhaben. Er betrachtet sein Vorgehen als das eines Soldaten, der seinen Glauben verteidigt und einen höheren Auftrag erfüllt als der Soldat, der lediglich sein Heimatland verteidigt. Bei seinen Gewaltaktionen, die einzig Gott dienen, fühlt er sich erhaben und nicht klein.

 

Das gilt besonders für den Selbstmordattentäter. Ihn verbindet nichts mit dem »normalen« Selbstmörder, der aus Verzweiflung und Hilflosigkeit handelt. Der Selbstmordbomber verlöre sein religiöses Fundament, ja das Gefühl der Erhabenheit, wenn er sich von ähnlichen Motiven leiten ließe. Nach seiner Auffassung begeht ein Selbstmörder, der sich aus persönlichen Gründen das Leben nimmt, eine feige, gotteslästerliche Tat.

 

Dass der Terrorist in religiöser Rüstung auftritt, hat mit seinem demografischen Hintergrund zu tun. Wenn Colin Powell vor dem Weltwirtschaftsforum feststellt, der Terrorismus floriere »überall dort, wo Armut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit herrschen«, so irrt er. Der Soziologe Scott Atran hat in seinem Buch Holy Terror. The Inside Story of Islamic Terrorism nachgewiesen, dass Terroristen besser ausgebildet sind und wirtschaftlich besser dastehen als der Großteil der Bevölkerung, der sie angehören. Die meisten palästinensischen Selbstmordattentäter haben studiert (verglichen mit fünfzehn Prozent ihrer Altersgruppe), und nur wenige kommen aus armen Familien. Laut einem saudischen Untersuchungsbericht haben »erstaunlich viele inhaftierte Islamisten einen Studienabschluss und stammen aus angesehenen Familien«.

 

In einem Bericht des Singapurer Parlaments über Häftlinge der Jemaah Islamiya, einer Verbündeten von al-Qaida, heißt es: »Diese Männer waren keineswegs ungebildet oder arm oder benachteiligt. Wie viele ihrer Gesinnungsgenossen aus militanten islamistischen Organisationen in der Region hatten sie einen normalen, angesehenen Job. Die meisten Häftlinge bezeichneten die Religion als das höchste Gut in ihrem Leben.«

 

Diese gebildeten und materiell gut gestellten Muslime sind mit ihrer Geschichte meist wohlvertraut. Sie fühlen sich angesprochen von Darstellungen alten islamischen Glanzes, nehmen die marginale Bedeutung moderner islamischer Staaten sehr stark wahr und sind empfänglich für Gefühle kollektiver Demütigung. Sie reagieren weitaus empfindlicher als andere Muslime, wenn der Westen von der Rückständigkeit muslimischer Gesellschaften redet und seine eigene Überlegenheit herausstellt. Bombenanschläge oder Raketenangriffe, bei denen Zivilisten ums Leben kommen, sind für sie weniger schlimm als die fortdauernde Besetzung von Gebieten, die Muslime als ihren Besitz beanspruchen. Und am schlimmsten sind Übergriffe, bei denen Muslime erniedrigt und gedemütigt werden, wie etwa die Vorfälle in Abu Ghraib.

 

Dank seiner Bildung und Herkunft nimmt der Terrorist auch die Unterdrückung in seiner eigenen Gesellschaft und in der modernen Welt insgesamt stärker wahr. Sein Bewusstsein gründet also auf einem inneren Gefühl von Unterdrückung. Wo immer er sich niederlässt, wird er tyrannische Verhältnisse registrieren. Der potenzielle Terrorist, der in liberalen Ländern wie England, Frankreich oder Deutschland lebt, wird dadurch nicht liberaler, im Gegenteil. Der potenzielle Terrorist im Exil, der sich von Ungläubigen umgeben sieht, fühlt sich chronisch verfolgt, sieht voller Abscheu auf die Unreinheit der westlichen Welt – diese Einstellung ist seine Raison d’être, anders kann er nicht überleben.

 

Aber natürlich gibt es neben dem Aspekt der Demütigung auch noch andere Motive. Der Terrorismus stellt ein glanzvolles, heroisches Abenteuer in Aussicht, das viele junge Männer attraktiv finden. Bei anderen wiederum mag es der materielle Lohn des Terrorismus sein, der ihnen mehr einbringt als herkömmliche Arbeit in einem armen Land. Und wenn Erniedrigung, Demütigung und Vergeltung auch die wichtigsten Antriebskräfte des islamistischen Terrors sind, so sind sie in der muslimischen Welt nicht überall gleich stark. Arabische Gesellschaften, in denen Ehre und Ehrverlust eine große Rolle spielen, reagieren viel sensibler auf empfundene Demütigungen und narzisstische Kränkungen als muslimische Gesellschaften, in denen diese Strukturen nicht ganz so ausgeprägt sind.

Aus dem Englischen von Matthias Fienbork

 

Sudhir Kakar, geboren 1938 als Sohn einer Beamtenfamilie im indischen Nainital, arbeitete als Ingenieur auf einer Hamburger Schiffswerft; er studierte in Mannheim Wirtschaftswissenschaften und wurde am Freud-Institut in Frankfurt zum Psychoanalytiker ausgebildet. Er praktizierte in Neu-Delhi, lehrte in Harvard, Princeton und Chicago und lebt heute in Goa. Seine Bücher »Kindheit und Gesellschaft in Indien«, »Die Gewalt der Frommen« und »Der Mystiker und die Kunst der Ekstase« machten ihn weltweit bekannt

 

Nach: DIE ZEIT, 18.8.05, S.39

Quelle: http://www.zeit.de/2005/34/Terrorismus