Domkapitular Stanke Beauftragter der Bischofskonferenz bei sexuellem Mißbrauch

Fulda (bpf). Das Bistum Fulda gibt bekannt, daß gemäß den durch die Deutsche Bischofskonferenz auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda beschlossenen Leitlinien Domkapitular Prof. Dr. Gerhard Stanke zum Beauftragten für die Prüfung von Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger ernannt worden ist.

Stanke ist seit 1991 ordentlicher Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät in Fulda. Er versteht es, auch schwierigste Zusammenhänge prägnant auf den Punkt zu bringen. In Diskussionsforen hat er sich stets als offener Gesprächspartner erwiesen. Stanke hat verschiedene Veröffentlichungen und zahlreiche Rundfunkbeiträge verfaßt. Als langjähriger Regens des Priesterseminars und Mitglied des Priesterrates der Diözese ist er im Bistum sehr geschätzt und sowohl in der Pfarrseelsorge wie auch in der Verbandsarbeit erfahren. Er gilt als eine Persönlichkeit, die nicht nur durch großes theologisches Wissen und pastorale Erfahrung, sondern auch durch tiefe Spiritualität überzeugt.

Dr. Stanke wurde am 4. November 1945 in Thröm (Kreis Ratibor) in Oberschlesien geboren. Am 4. April 1971 empfing er im Fuldaer Dom durch Bischof Adolf Bolte die Priesterweihe. Nach seiner Kaplanszeit promovierte er 1980 im Fach Moraltheologie an der Universität Würzburg. Im Oktober desselben Jahres wurde er von Bischof Eduard Schick zum Regens des Fuldaer Priesterseminars ernannt, was er bis Ende September 2002 blieb. Ende 1994 erfolgte die Ernennung zum Domkapitular an der Fuldaer Kathedralkirche. Von 1988 bis 1991 wirkte er als Diözesan-Frauenseelsorger. Am 1. Februar 1999 übernahm er das Amt des Geistlichen Beirats des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) im Bistum.

Quelle: http://katholische-kirche.de/

15.10.2002