Caritas distanziert sich von Kürzungsforderungen der Diakonie bei Harzt IV
Deutscher Caritasverband e.V.
Donnerstag, 18. Mai 2006
Berlin. 18. Mai 2006. Der
Deutsche Caritasverband (DCV) warnt vor einer neuen Debatte um
Kürzungen von Sozialhilfe und
Arbeitslosengeld II. Angestoßen wurde diese Diskussion durch einen Brief der
Spitzenverbände der Kommunen und der Präsidenten von Diakonie,
Arbeiterwohlfahrt und Deutschem
Roten Kreuz an Minister Müntefering, in dem eine „Senkung der passiven
Leistungen“ und eine Schärfung des Leistungsrechts gefordert wird.
Caritas-Präsident Dr. Peter Neher hat diesen Brief nicht unterzeichnet. Die
Caritas setze auf eine bessere schulische und berufliche Qualifizierung und
eine Integration von Menschen mit Vermittlungshemmnissen in den Arbeitsmarkt.
„Eine Kürzung des Regelsatzes
würde dazu führen, dass das soziokulturelle Existenzminimum gefährdet wäre.
Denn die Zuzahlungen zu Medikamenten und die Praxisgebühr, die seit In Kraft treten
der Gesundheitsreform 2004 die Geldbeutel zusätzlich belasten, fehlen in den
bisherigen Berechnung des Regelsatzes ,“ so Dr. Peter Neher. Hinzu kommen
gestiegene Strom- und Warmwasserkosten sowie die geplante Erhöhung der
Mehrwertsteuer im kommenden Jahr. Dies belaste besonders die Haushalte, die
Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe erhalten.
Vor diesem Hintergrund warnte
Neher erneut vor einer Debatte über Kürzungen. Erst einmal müssten diese Mehrbelastungen
ausgeglichen werden.
Kontakt: Dr. Thomas Becker,
Abteilungsleiter Sozialpolitik und Publizistik, Telefon: 0761 200-245,
E-Mail:
thomas.becker@caritas.de
Herausgegeben von
Deutscher Caritasverband e. V.
Berliner Büro - Pressestelle
Redaktion:
Claudia Beck (verantwortlich)
Seite 1 von 1 Presse-Information
19.05.2006
Quelle: http://www.caritas.de/2338.asp?detail=1&id=9986&area=dcv&order=datum&pageNr=1