3. April 2004 - Europäischer Aktionstag

Aufstehen für eine soziale Politik!


Es rührt sich was im Lande. Immer mehr Menschen wehren sich gegen Sozialabbau. Es bilden sich Aktionsbündnisse und Sozialforen auf allen Ebenen: regional, in den Bundesländern, national. Und dies nicht nur in Deutsch­land, sondern in vielen Ländern Europas.

Auch in Hessen

Die Proteste gegen den Hessischen Kahl­schlag waren eindrucksvoll! Viele regionale Aktionen und die großen Demonstrationen am 15. Okt. und 18. Nov. 2003 in Wies­baden haben gezeigt, dass die Streichungen und Kürzungen der Hessischen Landes­regierung nicht widerstandslos hingenom­men werden.

Soziale Initiativen und Verbände, kirchliche Einrichtungen, Gewerkschaften, Studierende und SchülerInnen haben sich zu einem Aktionsbündnis zusammen geschlossen und klar und deutlich gesagt: „So nicht, Herr Koch! Dies ist ein Generalangriff auf den hessischen Sozialstaat und die politische Kultur in diesem Land! Wir entlassen die Landesregierung nicht aus ihrer Verantwortung, den hessischen Sozialstaat zu gestalten.“

Für eine soziale Politik -

Soziale Reformen, die das Leben der Menschen verbessern, sind notwendig. Doch statt sich dieser Aufgabe mit aller Kraft zu widmen, soll uns weis gemacht werden, dass unsere soziale Sicherung und die öffentlichen Dienstleistungen zu teuer seien und es ohne Kürzungen nicht gehe.

Nicht nur in Deutschland, überall in Europa singen marktradikale Politiker und Unternehmer das gleiche Lied: Soziales und Bildung sind zu teuer, Löhne und Gehälter zu hoch, die Arbeitszeiten zu kurz.

Dabei wird in Wahrheit von unten nach oben umverteilt. Wie ihre Vorgänger betreibt auch die rot-grüne Bundesregierung eine Steuerpolitik, die den Unternehmen und Reichen gibt und die öffentlichen Kassen verarmen lässt. Gekürzt und gestrichen wird vor allem bei Arbeitslosen, RentnerInnen, Kranken, MigrantInnen und bei sozialen Ein­richtungen. Am schlimmsten trifft es diejenigen, die auf Solidarität und Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sind.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Wir wollen soziale Gerechtigkeit und lassen uns nicht für kurzsichtige Gewinninteressen missbrauchen.

- in Europa und überall auf der Welt!

Die Gewerkschaften Europas haben einen Aktionstag gegen Sozialabbau beschlossen. Sie rufen alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle demokratischen Organisationen und Bewegungen auf, am 3. April 2004 gemeinsam für sozial gerechte Reformen in Deutschland und Europa zu demonstrieren. Wir unterstützen diesen Aufruf.


Wir rufen auf, sich an den Demonstrationen in Berlin, Köln und Stuttgart zu beteiligen!

Alle Menschen sollen die Chance haben, ein Leben in Freiheit und Würde zu führen!

§         für eine europäische Wirtschafts- und Sozialordnung, die den Menschen dient

§         Arbeit für alle, von der man in Würde leben kann

§         für eine solidarische Gesundheitsversicherung

§         für Renten, die ein würdiges Leben im Alter sichern

§         mehr Geld für Kindergärten, Schulen und Hochschulen

 

„Bündnis Soziale Gerechtigkeit in Hessen“; attac; „Bündnis weltoffenes Hessen“; Netzwerk der frauenpolitischen Landesarbeitsgemeinschaften; SchülerInnenvertretungen; Studierendenvertretungen.

V.i.S.d.P.: Bündnis Soziale Gerechtigkeit in Hessen, c/o Franz Segbers,  Diakonisches Werk in Hessen und Nassau, Ederstraße 12, 60486 Frankfurt/Main