Bistum Fulda feierte 250-jähriges Bestehen

Fulda (AP) Zum 250-jährigen Bestehen des Bistums Fulda hat Bischof Heinz Josef Algermissen zu einer offensiveren Darstellung des katholischen Glaubens in der Gesellschaft aufgerufen. Die Christen müssten unbedingt neu lernen, über ihren Glauben öffentlich zu sprechen, sagte Algermissen am Sonntag vor mehreren Tausend Zuhörern in Fulda. Der Glaube dürfe in den Familien nicht länger «totgeschwiegen» werden, sagte Algermissen.

Bei dem Gottesdienst wurde auch eine Grußbotschaft von Papst Johannes Paul II. verlesen, in der er betonte, in Fulda werde das Evangelium «mit großem apostolischem Eifer» verkündet. Durch die Feier des Bistumsjubiläums möge der «unveränderliche heilige Auftrag zur Verbreitung des christlichen Glauben neuen Schwung erhalten».

Insgesamt bis zu 20.000 Besucher nahmen den ganzen Tag an dem vielfältigen Festprogramm im Dombezirk und dem Barockviertel der Stadt teil. Zu den Angeboten gehörten Konzerte und Showtanz-Vorführungen, die Segnung von Ehepaaren, ein Internet-Café für Mädchen und Meditationen in einem «Zentrum der Stille».

Die 1.250-jährige katholische Geschichte Fuldas beruht auf dem einst bedeutenden Benediktiner-Kloster. Erst 1752 wurde die Fürstabtei von Papst Benedikt XIV. zum eigenen Bistum erhoben. Die Diözese Fulda ist heute mit 447.000 Katholiken eines der kleinsten der 27 deutschen Bistümer, hat aber für Katholiken immer noch besondere Bedeutung: Das Grab des «Apostels der Deutschen» im Dom, des englischen Benediktinermönches und späteren Heiligen Bonifatius, ist jährlich im Juni das Ziel von Wallfahrern. Die Bonifatiusgruft ist seit 1867 für die katholischen Oberhirten auch erster Treffpunkt bei der jährlichen Deutschen Bischofskonferenz im Herbst in Fulda.

Sonntag 9. Juni 2002, 13:44 Uhr

Quelle: Yahoo! Schlagzeilen, Kirche, Nachrichten aus der Kirche

http://de.fc.yahoo.com/k/kirche.html