Bischofssynode
besteht auf Zölibat
Rom (AP) Die Bischofssynode der
katholischen Kirche hat allgemeine Vorschläge zur Überwindung des
Priestermangels unterbreitet, den Zölibat aber nicht zur Disposition gestellt.
In den am Samstag in Rom veröffentlichten Stellungnahmen der Arbeitsgruppen
wird eine etwaige Überprüfung des Eheverbots für katholische Priester nicht ein
einziges Mal erwähnt. Stattdessen wird in mehreren Vorlagen der Wert des
Zölibats bekräftigt. Auch die Möglichkeit, Frauen zumindest bis zum Amt des Diakons
zu befördern, wurde verworfen.
Einem kanadischen Bischof zufolge
verlangten zwar einige französischsprachige Teilnehmer der Synode eine
Überprüfung des Zölibats, doch hätten sie dafür keine Mehrheit gefunden. Auch
die Möglichkeit, Frauen zu Diakonen zu ernennen, sei zwar erörtert, aber
mehrheitlich abgelehnt worden. Dekane dürfen in der katholischen Kirche zwar
keine Messen zelebrieren, dafür aber unter anderem Trauungen und Beerdigungen
durchführen.
Konkrete Vorschläge zur Überwindung
des Priestermangels wurden infolge dessen nicht vorgelegt. Zur Vermeidung von
akuten Engpässen wird angeregt, dass die Diözesen sich gegenseitig aushelfen
und kein Priester darauf besteht, nur in seiner eigenen Gemeinde eingesetzt zu
werden. Ferner gibt es allgemeine Aufrufe, bei jungen Menschen für das
Priestertum zu werben, indem man sich stets als «guter Hirte» erweise.
Die Vorlagen der Arbeitsgruppen
sollen in eine Abschlusserklärung einfließen, über die die 250 Bischöfe aus
aller Welt in der kommenden Woche abstimmen wollen. Der Text wird Papst
Benedikt XVI. anschließend als Empfehlung für künftige Entscheidungen
übergeben.
15. Oktober 2005
Quelle: http://de.news.yahoo.com/051015/12/4q69r.html