Bischof Marx: auch UN-Resolution rechtfertigt keinen Krieg"

 

Trierer Bischof fordert im ARD-Morgenmagazin von Christen, Schwelle zum Krieg sehr hoch anzulegen

 

Trier – Selbst wenn sich der UN-Sicherheitsrat für einen Krieg ausspricht, ist das für den Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx kein hinreichender Grund für einen Krieg. Er sehe nach wie vor keine existentielle Bedrohung, die einen Angriffskrieg rechtfertige, erklärte Marx am 10. März. Vor Beginn der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die vom 10. bis 13. März in Freising tagt und sich unter anderem mit dem drohenden Irak-Krieg befassen wird, unterstrich der Trierer Bischof im „ARD-Morgenmagazin“ und im „Tagesgespräch“ bei SWR 2, die Christen und insbesondere auch christliche Politiker müssten „sehr kriegskritisch“ sein und „die Schwelle zum Krieg sehr hoch anlegen.“

 

Religiöse Rhetorik habe in den aktuellen Diskussionen über einen möglichen Krieg gegen den Irak nichts verloren, sagte Marx. Eine religiöse Rhetorik, wie sie der amerikanische US-Präsident George W. Bush an den Tag lege, kann nach Auffassung des Trierer Bischofs dazu führen, dass sich das Verhältnis zwischen Christentum und Islam verschlechtert. Notwendig, so stellte Marx klar, sei dagegen ein „Dialog der Religionen“.

 

10.03.2003

Quelle: http://katholische-kirche.de/