Bischof Huber kritisiert rot-grüne Steuerpolitik

Berlin (ddp). Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, hat die Steuerpolitik der rot-grünen Bundesregierung heftig kritisiert. Es sei sehr problematisch, wenn man zum selben Zeitpunkt, wo die Arbeitsmarktreform «Hartz IV» in Kraft trete, den Spitzensteuersatz senke, sagte Huber der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe). Er fügte hinzu: «Das schafft ein großes Legitimationsproblem für den Übergang zum Arbeitslosengeld II.» Zum 1. Januar 2005 soll die dritte Stufe der Steuerreform in Kraft treten, die die Absenkung des Spitzensteuersatzes für Gutverdiener von derzeit 45 auf 42 Prozent vorsieht.

 

«Es wäre besser, eine wirkliche Steuerreform durchzuführen, zu der auch gehören muss, dass die angegebenen Steuersätze wirklich gezahlt werden», sagte der Bischof. «Es wäre auch alles natürlich leichter, wenn die Verheißung, mit der man die Absenkung des Spitzensteuersatzes begründet hat, endlich einträte.« Denn die einzige Rechtfertigung bestehe in Wirtschaftswachstum, das bisher leider nicht eingetreten sei. .........

 

15.11.04

Nach: Quelle: http://de.news.yahoo.com/041115/336/4am1l.html