Armutsfalle für Familien durch Hartz IV

 

Der Familienbund der Katholiken will konkrete Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Berlin, 7.1.2005 (KNA) Der Familienbund der Katholiken beklagt eine Verschärfung der Armutsfalle für Familien. Die Präsidentin des Verbandes, Elisabeth Bußmann, äußerte in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) die Sorge, dass mit Hartz IV weitere 250.000 Minderjährige in die Sozialhilfe rutschten. Es sei "skandalös, dass unsere Gesellschaft diese Entwicklung nicht als Problem Nummer eins erkennt". Der Verband will mit einer "agenda Familie" konkrete Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Bußmann forderte, den Solidargedanken zu erneuern. Angesichts von Familienarmut und Kinderlosigkeit müsse die Gesellschaft neu über ihre Prioritäten nachdenken. Familien litten immer noch unter "strukturellen Rücksichtslosigkeiten". So mangele es an Möglichkeiten, Familie und Erwerbsleben zu vereinbaren. In vielen Fällen lebe die Gesellschaft derzeit auf Kosten der Kinder.

 

Quelle: http://www.katholisch.de/2315_8392.htm