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Regionalgruppe Hanau
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| Wir sind
Kirche |
im
Bistum Fulda
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Ziele und
Forderungen des Kirchenvolksbegehrens
1. Aufbau einer geschwisterlichen
Kirche.
- Gleichwertigkeit aller Gläubigen,
Überwindung der Kluft zwischen Klerus und Laien. - Nur
so kann die Vielfalt der Begabungen und Charismen wieder
voll zur Wirkung kommen.
- Mitsprache und Mitentscheidung der
Ortskirchen bei Bischofsernennungen - Bischof soll
werden, wer das Vertrauen des Volkes genießt.
2. Volle Gleichberechtigung der Frauen:
- Mitsprache und Mitentscheidung in
allen kirchlichen Gremien.
- Öffnung des ständigen Diakonates
für Frauen.
- Zugang der Frauen zum Priesteramt -
Die Ausschließung der Frauen von kirchlichen Ämtern ist
biblisch nicht begründbar. Auf den Reichtum an
Fähigkeiten und Lebenserfahrungen von Frauen kann die
Kirche nicht länger verzichten. Das gilt auch für
Leitungsämter.
3. Freie Wahl zwischen zölibatärer und
nicht - zölibatärer Lebensform
- Die Bindung des Priesteramtes an die
ehelose Lebensform ist biblisch und dogmatisch nicht
zwingend, sondern geschichtlich gewachsen und daher auch
veränderbar. Das Recht der Gemeinden auf die
Eucharistiefeier und Leitung ist wichtiger als eine
kirchenrechtliche Regelung.
4. Positive Bewertung der Sexualität
als wichtiger Teil des von Gott geschaffenen und bejahten
Menschen:
- Anerkennung der verantworteten
Gewissensentscheidung in Fragen der, Sexualmoral (zum
Beispiel Empfängnisregelung).
- Keine Gleichsetzung von
Empfängnisregelung und Abtreibung.
- Mehr Menschlichkeit statt pauschaler
Verurteilungen (zum Beispiel in bezug auf voreheliche
Beziehungen oder in der Frage der Homosexualität).
- Anstelle der lähmenden Fixierung auf
die Sexualmoral stärkere Betonung anderer wichtiger
Themen (zum Beispiel Friede, soziale Gerechtigkeit,
Bewahrung der Schöpfung).
5. Frohbotschaft statt Drohbotschaft:
- Mehr helfende und ermutigende
Begleitung und Solidarität anstelle von angstmachenden
und einengenden Normen.
- Mehr Verständnis und Versöhnungsbereitschaft
im Umgang mit Menschen in schwierigen
Situationen, die einen neuen Anfang setzen möchten (zum
Beispiel wiederverheiratete Geschiedene, verheiratete
Priester ohne Amt), anstelle von unbarmherziger Härte
und Strenge.
Erstunterzeichnerinnen u. a.- Schwester Dr. Lea
Ackermann; Pfarrer Roland Breitenbach; Dr. Eugen Drewermann,
Theologe; Dr. Marita Estor; Prof. Dr. Norbert Greinacher,
Thologe; Prof. Dr. Bernhard Häring, Moraltheologe; Prof. Dr.
Friedhelm Hengsbach SJ, Theologe, Hanns Dieter Husch,
Kabarettist; Prof. Hans Küng, Theologe; Dieter Kürten,
Femsehmoderator; Prof. Dr. Norbert Mette, Theologe, Prof. Dr.
Wolfgang Nastainczyk, Theologe, Christa Nickels MdB, Bündnis 90
/ Die Grünen, Harald Pawlowski, Chefredakteur; Prof. Martin
Sattler; Wolfgang Thierse MdB, Stellv. Vorsitzender der SPD,
Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken;; Gertrud
Zelinsky, Autorin.