Aufgespießt


In eigener Sache: Wir halten öffentliche und satirische Kritik für lebensnotwendig, so lange sich die römisch-katholische Kirchenleitung vor allem ernsthaften Gesprächen über Reformen mit dem Kirchenvolk verweigert. Prof. Heinrich Fries erklärte vor ca. 20 Jahren kritisch: “Anstelle des im Konzil empfohlenen Dialogs und der Kommunikation, auch zwischen Lehramt und Theologie, ist der Monolog und die Pflicht zum Gehorsam getreten. Als höchste Tugend des Katholiken wird die strikte Befolgung der lehramtlichen Weisungen angesehen, zugleich als Maß der Kirchlichkeit.“

In Bildern und Texten wollen wir wichtige Themen und Verhaltensweisen aufspießen und damit auch die Amtsträger zum Nachdenken anregen. Wir bitten alle, die dazu eigene Beiträge liefern können, um ihre Mitarbeit, am besten per eMail an awhuerter@t-online.de
Vergrößerung der Bilder durch Anklicken des Vergrößerungssymbols (jeweils rechts unter dem Bild) möglich.

Ulrich Harbecke
Gute Nachricht

Gehorsam ist des Bischofs Pflicht.
Was andres kann und will er nicht.
Was ihm der Heil'ge Vater sagt,
wird prompt erledigt und gemacht,
vor allem niemals hinterfragt.
So wird er auch nicht sein Gewissen
befragen und beachten müssen.

Nun wollen wir mal fantasieren
und lassen folgendes passieren:

Ein neuer Papst erklärt der Welt,
dass er etwas von Jesus hält.
Theologie und Kirchenrecht,
daran sei zwar nicht alles schlecht,
doch soll man, statt dogmatisch rein,
barmherzig zu den Schwachen sein,
Verfolgte retten, Arme stützen,
den Hungernden und Kranken nützen,
Gefangene, wenn's geht, befreien
und auch den Sündern gern verzeihen.
"Für's erste", sagt er, "dies genügt
und sei ex cathedra verfügt."

Der Bischof, glaube ich, auf Ehre
von jetzt auf gleich barmherzig wäre.




Foto: Herlinde Koelbl

Klerikaler Würdenträger

Ein Bischof, der nach draußen schreitet,
ist eigens dafür angekleidet.
Erst stellt er sich vors Spiegelglas
und arrangiert noch dies und das.
Damit er Würde zeigen kann,
zieht er sich die Soutane an,
in rot natürlich, ungeflickt,
aus feinstem Stoff, wie es sich schickt
Sie reicht vom Hals bis zu den Füßen.
So kann das Schreiten er genießen.

Er zieht auch rote Socken an,
die Schuhe noch mit Schnallen dran,
die Handschuhe nach eignem Maße
aus feinster Seide, Extraklasse,
Er schaut auf seine goldnen Litzen,
sieht seinen Bischofsring hell blitzen.

Er schnürt das rote Zingulum
um seinen Bischofsbauch herum,
schaut, ob die Troddeln richtig fallen
(sie stören sonst bei seinem Wallen).
Übt seines Blickes Zauberkraft,
setzt auf die Mitra meisterhaft,
darunter den Pileolus
(der die Pomade schützen muss),
legt dann, in seligem Entzücken,
die zwei Infulien auf den Rücken.

Das Pectorale nicht vergessen!
(Die Pharaonen haben's schon besessen).
Er nimmt den goldnen Hirtenstab,
probt auch den Blick, von obenrab,
erfüllt mit allergrößter Würde,
erhöht noch durch die Bischofs-Bürde.
Durchschreitet dann die Kolonnade,
umhüllt vom Dufte der Pomade.
Dann endlich er dem Volk sich zeigt,
das ehrfurchtsvoll sich vor ihm neigt.

Nun hebt der hehre Kirchenmann
mit lauter Stimm zu pred'gen an
Er wettert über Eitelkeiten,
die unter "Laien" sich verbreiten
(Ein Bischof ist immun dagegen)
Dann spendet huldvoll er den Segen:
durchschneidet mit gesalbten Händen
die Luft vor ihm zum Segenspenden.
Danach er wieder rückwärts schwenkt,
das Volk die Schritte heimwärts lenkt -

Ein Schelm, der Arges dabei denkt

(Sehr frei nach Wilhelm Busch)

Norbert Scholl

ProKatholischer Aufruf
von Peter Sutor

Lasst uns die Ökumene loben,
und nicht mehr ängstlich hör´n auf Oben,
wo strenge Kirchenführer glauben,
wir warten drauf, was sie erlauben.

Bekannt ist , dass `HOCHwürden`
fest halten an den Hürden,
an "Ja - aber" und "vielleicht",
am Spruch, es sei schon viel erreicht,
wenn man´ s mit ehemals vergleicht,
und überdies und außerdem,
gibt es ja dies und das Problem,
und hat uns nicht Papst Benedikt
ein Le- e/hrschreiben dazu geschickt,
wonach für ihn ganz zweifelsfrei,
die wahre Kirch´ katholisch sei,
und Protestanten `zweite Wahl`.
Obwohl die Argumente schal
setzt fort sich der Rhetorik-Qual,
dass statt `gemeinsam Abendmahl`
zu prüfen ist noch tausendmal,
was denn wohl Gottes Wille sei.
Dies klärt sich nicht so nebenbei.

So geht die Glaubensfreude flöten,
so wird `Mann` Ökumene töten,
weshalb fürs Kirchenvolk vonnöten,
sich auf den Ursprung zu besinnen
und neu bei Jesus zu beginnen,
der schlicht zu Tische hat geladen,
allen gegeben Brot, Wein, Gnaden.
Und gewirkt hat, recht symbolisch
menschenfreundlich pro katholisch.
In diesem Geiste woll´n wir handeln
und prokatholisch uns verwandeln,
erneuert als ProKatholiken,
zukunftstauglich nach vorne blicken
und niemand mehr vom Mahl weg schicken.

Gerhard-Ludwig Lied
(Finde eine gängige Melodie)

1. Das Fähnlein weht
Der Vatikan erklommen!
GL regiert,
den Glauben zu behüten.
|:Die Seilschaft aller Retros,
er lässt sie nicht verkommen,
sind aufgeblüht
gleich Sumpfes Blüten. :|

2. Der Weg war frei
Für Gerhard Ludwig Müller.
's ist einerlei,
er ist Großinquisitor!
|: Seht nur den roten Hut
des purpurprächtgen Knüller,
Er liebt die Armut,
Macht niemandem was vor. :|

3. Jetzt fängt es an,
Die Freude überbordet!
Geladen sind,
wer sonst nach Fulda wallt.
|: Mixa, Tebartz, Gloria
Treten aus dem Schatten
Was ihnen Francis sagt,
bei denen nur verhallt.:|

4. Und Christus schweigt.
Hat Purpur-Blut vergossen.
Wo lebt sein Geist?
In dieser Kirche kaum.
|: Viel Protz ist dort zuhaus,
die Gnadenzeit verflossen.
Da spricht der Herr:
"Welch unfruchtbarer Baum!"

Wolfgang Dettenkofer





copyright Annelie Hürter




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Klerikale Marienverehrung




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copyright Annelie Hürter
Rechthaber

Seine Meinung ist die rechte,
Wenn er spricht, müsst ihr verstummen,
Sonst erklärt er euch für Schlechte
Oder nennt euch gar die Dummen.

Leider sind dergleichen Strolche
Keine seltene Erscheinung.
Wer nicht taub, der meidet solche
Ritter von der eignen Meinung.

Wilhelm Busch

Brüder, zum Glauben, nicht zur Gleichmacherei!
Ein lyrisch-satirisches Memento von Peter Sutor, Juli 2013

Einst kam Bischof G (leich) M (acht er) HANKE,
frauenfreundlich ein netter Gedanke.
Und machte sich gleich auf zu frommen
weiblich Wesen entgegen zu kommen.

Doch Halt! Stopp!! Vor dem Altare
da ist niemand gleich - Gott bewahre!
Nur Männern bestimmt sind Talare!

Frauen sind dort niemals gleichberechtigt.
Als häretisch wird solch´ Denken verdächtigt.
Gleichberechtigt sind Frauen beim Putzen
oder wo sonst es der Amtskirch´ kann nutzen.
Drum muss Hirte Hanke gleich warnen
und die Gleichmacherei schnell enttarnen
eh Katholikinnen woll´ n sich erdreisten
Gleichberechtigung fordernd zu leisten.
Das Kirchenvolk gibt hier zu bedenken:
Gleich Geschmeichel mag der Bischof sich schenken!
Zum Eucharistischen Kongress 2013 in Köln:

Ich bekenne mich schuldig
ohne Berechtigung
das Sakrament empfangen zu haben.
Einzig ein abgelaufener Taufschein
lag vor.
Ist es Mundraub?
Ich war hungrig nach Gemeinschaft,
ließ mich einladen
und ging zu Tisch.

Erwarten mich in Zukunft
Ausweiskontrollen am Altar?
Muss ich damit rechnen,
dass Priester in der kommenden Zeit
ihre Schäfchen persönlich kennen?
Wirkt der Leib Christi nur bei
Mitgliedern?
Ist Gott katholisch?

Roswitha (früher katholisch, konvertiert
zur Ev. Kirche wg. Scheidung)





copyright Annelie Hürter






"Exorzismus andersherum!" copyright Annelie Hürter






copyright Annelie Hürter






copyright Annelie Hürter


Ratz und Meise

Vorwort

Ach, was muss man oft von bösen
Pfaffen hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Ratz und Meise hießen.

Die, anstatt durch leises Wehren
Sich zum Glauben zu bekehren,
Oftmals noch darüber dachten,
Dass ihn Schwule schmutzig machten.
Nein, zur Frauenpriesterkeit,
Nein, dazu ist man nicht bereit!
Menschen checken, Seelen zählen,
Glaube, Liebe, Hoffnung stehlen -
Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als dass die Kirche und die Lehre
sich der schnöden Welt annäh're.
Aber wehe wehe wehe,
Wenn ich auf das Ende sehe!
Ach, das ist ein schlimmes Ding,
Wie's den armen Gläub'gen ging.
Darum ist hier, wie sie's getrieben,
Rundgemailt und aufgeschrieben.



Erster Streich

Mancher gibt sich fromme Müh'
Geht sonntags zur Eucharistie.
Einesteils der Seele wegen,
Soll die sich doch zum Himmel regen.
Zweitens ist es hinterher
Um das Herz nicht mehr so schwer.
Drittens aber nimmt man gar
Auch gern die Zeit zur Einkehr wahr.

Seht, da ist die Tante Bolte,
Die das auch sehr gerne wollte.
Den Leib des Herrn doch muss sie meiden.
Sie ließ sich von dem Onkel scheiden!
Streckt bittend ihre Hände vor sich,
Doch Ratz und Meise kategorisch:
"Wer lebt in solcher Sündigkeit,
Dem steht das Gastmahl nicht bereit.
Was Gott eint, kann Mensch nicht scheiden!
Geschiedene kann der nicht leiden!"
In Stein gefasst steht ihre Mahnung.
Von Ehe hab'n die richtig Ahnung!

Doch Tantchen lächelt ganz verschmitzt.
Der neue Onkel heißt jetzt Fritz.
Sie standen vor dem Traualtar
Und sagten sich in Liebe "Ja!".
Froh nimmt sie teil am Abendmahl.
Was Ratze sagt, ist ihr egal.
Und Meise kann sie mal gigantisch!
Die Tante ist jetzt protestantisch!

Dieses war der erste Streich,
Doch der zweite folgt sogleich.



Zweiter Streich

Jedermann im Lande kannte
Einen, der sich Küng benannte.

Alltagsglauben, Sonntagsglauben,
Bücher schreiben, Worte schrauben,
Frauenpriester, Weltethos,
Stößt den Papst vom hohen Ross.
Glaubensfreiheit, Ökumene
Ist am Christsein doch das Schöne.
Kritik am Priesterzölibat -
Alles das hat Küng parat.
Drum hat er in der Weltgemeinde
Viele Freunde - und auch Feinde.

Aber Ratz und Meise dachten,
Wie sie ihn verdrießlich machten.
Denn der Küng galt nicht als weise
In manch rechtem Kirchenkreise.

Im Vergang'nen sucht die Kraft
Auch die Piusbruderschaft.
Nahm's mit dem Geschichtsaufbau
Da nicht immer so genau:
"Holocaust? Papperlapapp!
Da lachen sich die Hühner schlapp!"
Mit solchen plumpen Nazi-Kisten
Verprellten sie manch braven Christen.

Heimlich Ratz und Meise dachten:
Wenn die wir zu den Unsren machten,
Sie in den Schoß der Kirche holen,
Wird das Küngs Jünger schön verkohlen!
So ritzte Ratze voller Tücke
In die Kirche eine Lücke.

Dieses war der zweite Streich,
Doch der dritte folgt sogleich.



Dritter Streich

Also lautet der Beschluss,
Dass der Mensch was glauben muss.
Nicht allein der CIC
Bringt den Christen in die Höh'.
Nicht allein im Bibellesen
Übt er sein vernünftig Wesen.
Auch im Lachen, Schunkeln, Singen
Soll seine frohe Seele klingen.
Selbst in Zweifeln und in Nöten
Geht ihm nicht Gottes Beistand flöten.

Dass dies auch mit Herz geschah,
War Professor Gerhard da.
Nun war dieser brave Lehrer
Von der Mundart ein Verehrer.
Kölsch in Wort und flüss'ger Form
Gefiel dem Pfarrer ganz enorm.
Er hielt so manche "Mess op Kölsch" -
Auch die Wandlung mit dem Kelch!

Das erbost die Meise gar:
"Kölsch bei der Wandlung? - Ist nicht wahr!
Wenn ich das dem Ratze stecke,
Holt der den Kirchbann aus der Ecke!"
Denn die reine Liturgie
Erlaubt die Mundart hierbei nie!
So schrieb er böse Briefe dann
Dem guten alten Pfarrersmann.

"Sie sind kein Priester! Wer hat denn
Sie geweiht? Wer war das? Wenn
Ich den erwisch'! ... Der Frings? Je nun!
Dann hab' ich damit nichts zu tun!
Doch ford're ich Gehorsam ein.
Das mit dem Kölschen lass fein sein! "

"Is joot", sprach Gerhard und setzt dann
Die nächste kölsche Messe an.

Dieses war der dritte Streich,
Doch der vierte folgt sogleich.



Vierter Streich

Hebt den Blick zum Himmel hin:
Ein Wölki ziehet nach Berlin
Und landet sanft - das ist kein Witz -
Auf erzbischöflichem Sitz.

In Köln da wurd' ein Posten frei.
"Wen ich nur zum Bischof weih'?",
Dachte Meise voller Gram.
Ihm finsterer Gedanke kam:

"Ach, in meinem Priestertum
Geht kein rechter Geist mehr um!
Altliberale und auch Neue -
Keiner hält mir mehr die Treue.
Reformen woll'n sie, doch geht man
Den Zuschnitt der Gemeinden an,
Schafft schöne neue Großpfarreien,
Fang' sie auch gleich an zu schreien:
‚Das ist zu viel! Wir machen schlapp!'
Ach, wär' da nicht der Papperlapp.
Du mein treuster aller Streiter,
Meiner Pläne Wegbereiter.
Du Teufelskerl vom Gotteswerk!
Du, der meinen Willen stärk'.
Hast treuen Glauben, wahren, frommen.
Du sollst deinen Lohn bekommen!"

So macht Meise, gar nicht doof,
Den Papperlapp zum Weihbischof.
Legt so die Saat ins Erzbistum,
Auf dass sein Geist bleibt auch postum.
"Das Amt hab' ich mir gesichert!
Mein Nachfolger hat ausgekichert."

Diese war der vierte Streich
Doch der letzte folgt sogleich.



Letzter Streich

Ratz hat jetzt rote Schühchen an,
Er ist der Chef vom Vatikan.
Doch sehnt er sich nach Kumpel Meise,
drum macht er eine große Reise
Und fliegt in seine Heimatlande.
Dort spricht er dann auch am Rande
Vor dem großen Parlament.
Die Hörerschaft ist prominent.
Auch Meise sitzt im Publikum
Und lauschet Ratzes Worten stumm:

"Dass sich der Mensch nicht selbst gemacht,
Sei auch politisch stets bedacht.
Denn der Teil von jener Kraft,
Die Gutes will und Böses schafft,
Ist ohne Geist, der stets bejaht,
Dem hohen Haus kein guter Rat.
Es strebt der Mensch solang er irrt." -
Das Publikum schaut leicht verwirrt.

Eins ist Ratze stets Verdruss:
Das ist der Relativismus.
Denn wer denkt rein relativ,
Der denkt, so denkt er, leider schief.
"So ist das Seiende des Seins
Ohne Sein des Geistes keins."
Durchs Hause hallen weise Worte -
Draußen warten Sekt und Torte.

Am Ende seines Vortrags dann
schließt Ratz ein Wort zum Glauben an:
"Die Kirche soll der Welt entrücken."
Meise hört das mit Entzücken!

Ach, was war das vor Ratz' Rede
Eine doch gar arge Fehde,
Ob es recht ist oder nicht,
Dass Ratz vorm hohen Hause spricht.
Jetzt steht Ratze im Foyer,
Und brav reiht sich zum Defilee
Der Parl'mentarier reiche Schar.
Artig gibt die Hand sogar
Die Oberlinke Petra Pau
Und stiehlt dabei dem Wulff die Schau.
Im Glase perlt Champagner fein,
Doch Ratze liebt mehr Gänsewein.

Ratz reist ab, was bleibt zurück?
Viele wünschten sich ein Stück
mehr, neue Wege zu versuchen.
Doch außer Worten: Pustekuchen!
Schließlich hört man manche fragen:
Was wollte Ratz uns eig'ntlich sagen?

Dies vorerst der letzte Streich.
Doch weit're werden folgen, reich.



Schluss

Hier steht geschrieben und zu lesen
Über Ratz und Meises Wesen.
Was sie gesagt und was sie taten -
gelungen selten, oft missraten.
Wer weiß, sie meinen's vielleicht gut,
Doch wer's gut meint, nicht gleich gut tut.
Wahren woll'n sie rechten Glauben,
Den Gläub'gen ist's wie Daumenschrauben.
Ungehört bleibt ihr Lamento:
"Wo ist denn das Agiornamento?
Nicht nach Vergang'nem woll'n wir streben,
Heute woll'n wir Glauben leben!
Wir zusammen - Männer, Frauen -
Woll'n an uns'rer Kirche bauen."

Ratz und Meise, werd' gescheit.
Eure Streiche sind wir leid!
Wir lassen uns den freien Glauben
nicht durch eure Dogmen rauben!
Das Volk der Kirche sind wir schlicht,
Nur eure Schäfchen sind wir nicht!-

Wir sind eine kleine Gruppe reformorientierter katholischer Laien und Priester aus dem Raum Köln, die sich in unregelmäßigen Abständen treffen, um über kirchliche und gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Wir unterstützen diverse Reformprojekte wie zum Beispiel "Wir sind Kirche" und die Pfarrer-Initiative. Ausdrücklich wenden wir uns gegen die wachsende Zahl traditionalistisch-katholischer Vereinigungen, die die Errungenschaften des II. Vatikanischen Konzils negieren oder relativieren und eine vorkonziliare Kirche restaurieren möchten.
"Ratz und Meise" entstand aus einer Laune heraus. Aus dem Satz "So ritzte Ratze voller Tücke in die Kirche eine Lücke" wurde der erste Streich. Weitere Streiche kamen nach und nach hinzu. Wenn Ihnen "Ratz und Meise" gefällt, leiten Sie es weiter. Auch eine Veröffentlichung ist ausdrücklich erwünscht! Wir bitten Sie nur, den Text nicht zu verändern. Wenn Ihnen "Ratz und Meise" nicht gefällt, nehmen Sie es bitte mit Humor und ärgern Sie sich nicht. Auf jeden Fall wünschen wir Ihnen ein Frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen.

Ihre Gruppe J23


P. S.:
Die Namen Ratze und Meise kamen bereits 2006 in einem Sketch der Stunksitzung vor, der aber mit unserem Gedicht nichts zu tun hat. Wir danken den Stunkern für die Leihgabe der Namen.
Außerdem möchten wir uns bei Papst Johannes XXIII. (dem Vater des II. Vatikanischen Konzils) dafür entschuldigen, dass wir uns seines bürgerlichen Namens (Angelo Roncalli) bemächtigt haben. Wir hoffen, es ist in seinem Sinne.
Warum Männer keine Priester sein können?

Parodistische Umkehr vatikanischer Beratungen zur vollen Gleichberechtigung der Frauen soll begreifbar machen, wie absurd es ist, wenn ausschließlich ein Geschlecht aus einem ganz bestimmten Blickwinkel heraus Entscheidungen für die Gesamtheit trifft. Die Texte sind über 10 Jahre alt. Sie verlieren ihre Gültigkeit, wenn auch in der katholischen Kirche die volle Gleichberechtigung für Frauen erreicht ist.

Schreiben von Johanna Paula II.:

Liebe Mitschwestern,

mit großer Unruhe nehmen wir die zunehmenden Forderungen wahr, denen zufolge auch Männer zu Priestern geweiht werden sollen. Dies lässt sich nicht mit der göttlichen Offenbarung und der Schöpfungsordnung vereinbaren. Deshalb möchte mein Schreiben noch einmal und endgültig sagen, warum ein Mann nicht Priester werden kann: Der Mann hat zwar seine Würde als Ehegatte und Familienvater. Doch nur der Frau steht das priesterliche Amt offen. Dies lässt sich zweifelsfrei begründen:

1. Durch die Amtstheologie

Das Amt in der katholischen Kirche veranschaulicht, dass die Kirche auf der Vorgabe Gottes beruht. Die Kirche hat sich nicht selbst geschaffen, sondern Gott hat die Gemeinschaft der Gläubigen gerufen durch seine Offenbarung in Jesus Christus. Da das Amt die Bezogenheit auf Gott veranschaulicht, können Amtsinhaberinnen nur weiblich sein. Denn die Anfänge der Kirche hat Gott in den Frauen verankert. Zum einen wählte Gott Maria, um seinen Sohn in die Welt zu setzen. Durch die Frucht der Gottesmutter konnte das Wort Fleich annehmen (Johannes 1,14, Lukas 1,26-38).
Da Männer unabhängig von sozial-kulturellen Bedingungen niemals Kinder gebären können, dürfen sie auch niemals zum Amt zugelassen werden. Denn nach dem Willen Gottes wurde Gott durch eine jungfräuliche Frau zum Menschen. - Zum anderen beauftragte Gott zunächst Frauen, die Frohe Botschaft zu verkünden. Die Frauen am Grab sind die ersten Zeuginnen der Auferstehung. Jesus hat sich zunächst den Frauen als der Christus offenbart. Frauen können die unfassbare göttliche Dimension in ihren Geist aufnehmen, währenddessen sie Männern noch verborgen bleibt (Lukas 24,11)

2. Durch die Mittlerinfunktion der Priesterin

Die Aufgabe einer Priesterin besteht in ihrer Mittlerinfunktion. Nur eine Frau, die in der Nachfolge Marias und der Frauen am Grab steht, kann zwischen göttlicher und profaner Sphäre vermitteln. Der Mann vermag aus biologischen und geistigen Gründen nicht, etwas Göttliches hervorzubringen.

3. Durch das Wesen der Sakramente

Die Quelle des kirchlichen Lebens, die Erfahrung des Heils Gottes wird den katholischen Gläubigen in den Sakramenten geschenkt. Sakramente sind nicht nur äußere Zeichen, sie haben auch eine innere Heilswirkung. Entsprechend muss die Sakramentenspenderin eine Frau sein. Denn der weibliche Leib ist das äußere Zeichen für die Bereitschaft, Leben in sich aufnehmen zu können. So wie Maria Göttliches durch die Frucht ihres Leibes hervorbrachte, bringt die Priesterin Göttliches in der Frucht ihres Geistes hervor.

4. Durch den Opfercharakter der Messe

Wie uns die Heilige Schrift zweifelsfrei überliefert, waren es die Frauen, die Jesus bis unter das Kreuz folgten (Markus 15,40). Die Männer allerdings sind bis auf Johannes geflohen. Sie waren nicht leidfähig. Wie sollen dann Männer, die Jesus sogar verleugnet und verraten haben, fähig sein, das Messopfer zu feiern? Alleine eine Frau ist fähig, der Eucharistiefeier vorzustehen, will man die Tiefe der Gemeinschaft mit Jesus und den Opfergedanken der Eucharistie nicht durch oberflächliche Männer verkommen lassen.

Der priesterliche Dienst ist somit Frauen vorbehalten. Dies gilt nach göttlichem Willen für alle Zeiten.


Johanna Paula II.

Die schwesterliche Versammlung in der Heiligen Geistin im Muttikan

hat erneut das Ansuchen der Männer um Zulassung zum Priesteramt mit Bedacht und Sorgfalt erwogen und ihre Bedenken dagegen zur Sprache gebracht.

Die biblische Anweisung "…bei euch aber soll es nicht so sein" sei ein klarer Auftrag an die Kirche, in ihrer Erscheinungsform und Struktur in deutlichem Kontrast zur Welt zu leben, in der Macht- und Erfolgsstreben dominieren. Weiterhin sei die jahrhundertlange Tradition zu bedenken, durch die ausschließlich Frauen berechtigt sind, Dienste und Ämter in der Kirche zu bekleiden. Die Einwände der Männer, auch sie seien Teil dieser Kirche und ebenso wie Frauen berufen, die Frohe Botschaft zu verkünden, wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die Hirtinnen der Kirche wüssten um die Würde des Mannes und seien dankbar für jeden, der sie in ihrem Leitungsamt unterstützt. Zugleich gaben sie aber zu bedenken, dass die eigentliche Aufgabe des Mannes selbst unter dem ehrenamtlichen Einsatz in der Kirche leiden könnte, und sie verwiesen ihre Brüder auf deren großes Vorbild Josef, der Maria schweigend gedient hatte, ohne seinen Beruf und seine Familie zu vernachlässigen.

Nach eigehenden Debatten beschloss die Versammlung der Hirtinnen, eine Entscheidung über die Zulassung von Männern zu Weiheämtern so lange zu vertagen, bis alle Argumente dafür oder dagegen vom Muttikan restlos geklärt seien. Die Brüder in der Heiligen Geistin empfahlen sie der Fürbitte des Hl. Josef, der ein leuchtendes Vorbild für Männer sei. Abschließend luden sie alle zum Gebet und zu einer Wallfahrt ein, um die Vielfalt dieser Kirche sichtbar zu machen.

Dieser Text wurde bei dem Workshop "Volle Gleichberechtigung der Frauen" bei der Kirchenvolksversammlung in Linz/Österreich, 16.06.1996, von der "Plattform Wir sind Kirche" vorgetragen.

Eine Frauensynode zum Thema "Priesterinnenweihe des Mannes, ja oder nein?"

Ein feministisches Märchen in zwei Bildern nach einer Erzählung von Rosemarie Radford Ruether, Professorin am Garrett Evangelical Theological Seminary in der USA.





Tag der Menschenrechte, copyright Annelie Hürter


"Der Papst bedarf seiner"
(Eseleien nach Mt 21,3)

Oftmals an Quatembertagen
konnten die Klatsch-Medien sagen:
er kommt nach Rom - es ist doch klar,
dass dies seine Bestimmung war.

Gerhard Ludwig geht nach Rom,
wovon er innigst träumte schon.
Er ist zu Höherem geboren;
Provinz gab ihn schon fast verloren.

"Gewiss bin ich der Kandidat,
der Papst nicht sehr viel Auswahl hat.
Er fährt mit mir sicher sehr gut -
(und ich krieg auch den roten Hut!)

Den Klotz Riekofen bin ich los,
was wollte dieser Pöbel bloß? -
Begegne ich doch so viel Frommen,
die nolens volens zu mir kommen."

Der Kasper ist schon lang gewichen,
Levadas Amtszeit auch verstrichen.
Das Glaubensresort braucht den Mann,
der Pius-Brüder zügeln kann.

Der Gegenfurtner nutzt die Chance,
begegnet Menschen mit Emphase,
so wie es Gerhard Ludwig tat.
Vielleicht kommt doch die Mitra spat?

Wenn da nicht auch der Imkamp wär.
Beim Vesperbild, da weiß der sehr,
er wär passabler Fremdimport,
bis dass in Köln der Meisner fort.

Zurück zum neuen Glaubenslicht:
Desgleichen kannte Rom noch nicht.
Er wird die Pius-Brüder lieben.
Was ist ihm sonst denn übrig blieben?

Die Donaustadt baut goldene Brücken,
lässt er zurück doch keine Lücken.
Er leert die Kirche seit zehn Jahr.
Bekreuzigt euch, 's ist wunderbar!

Quatember ging wiedrum vorbei,
doch diesmal ward gelegt das Ei.
O welcher Jubel, Freude, Gittegitt!
Er nimmt nach Rom sich selber mit!

Nach Kötzting wird er pfingstens kommen,
hoch zu Roß, zu Folklorefrommen.
Doch sonst kräht ihm kein Hahn mehr nach,
weit weg droht weniger Ungemach.

Er glaubt, er muss den Glauben hüten,
wo doch in Rom viel Teufel wüten.
Jetzt kannst drauf g'fasst sein: er wird Papst
So denkst du, wenn du überschnappst.

Wolfgang Dettenkofer


Vom Regen an den Tiber - Der `GröBaZ` setzt jetzt über
oder: vwz.vatikan-wird- zugeMÜLLERt.oje

Ein beispiellos schwarz-purpurnes Karrierestück,
ironisiert von Peter Sutor


In Regensburg die Glocken läuten.
Das kann man unterschiedlich deuten.
Des Bischofs Schranzen sind entzückt:
ihr´ m Held der Sprung nach Rom nun glückt.
Auch´ s Kirchenvolk wartete drauf
- MÜLLER befreit - kommt Freude auf.
Regensburgs Spatzen pfiffen´ s schon,
dass bald vom h o h e n Bischofsthron
aufbricht in Glaubenslehr-Mission
zur Heiligen Inquisition
der `GröBaz`, der so ungeniert
die Gläubigen polarisiert.
Kommt nicht vom Regen in die Trauf´.
Vielmehr folgt er des Tibers Lauf,
steigt - hoch zu Ross - noch höher auf.
Der Eitle, der mit Hirtenstab
großmächtig den Sakralfürst gab,
übel gegen Reformer hetzend,
bösartig deren Ehr´ verletzend.
Doch "Fettnapf-PAPA" Benedikt
fand solch´ Verhalten höchst geschickt,
weil ER wohl selbst ganz ähnlich tickt.
Weltweit ER keinen kennt wie diesen,
der´ s schafft, Gläubige zu vermiesen.
Ja, der dogmatisch wie Papst "Bene"
sich kaum erwärmt für Ökumene.
Stur - felsenfest - behaupten kann:
GOTT will fürs Weiheamt nen Mann!
Da lässt er eine Frau nicht ran.
Stumpfsinnig wirkt dies allemal;
trotzdem reicht es zum Kardinal,
denn Wissenschaft ist UNS egal.
Glaubwürdigkeit zählte noch nie
bei purpur Kirchenhierarchie.

Was lehrt uns dies Karrierestück?
Wir brauchen Müller nicht, zum Glück!
Glauben wir an den lieben Gott,
bleibt halt fürn GröKaz nur noch Spott.

Hintergrundinformation: Papst Benedikt XVI. hat den Regensburger Bischof,Professor Dr. Gerhard Ludwig Müller, der sich in seiner Selbstgefälligkeit gewiss für den `Größten Bischof aller Zeiten` hält, im Juni 2012 zum Präfekten der Glaubenskongregation (ehemals `Heilige Inquisition`) ernannt. Aus dem GröBaz wird somit karrieremäßig in Kürze der GröKaZ,also der Größte Kardinal aller Zeiten.


Kelchwort-Übersetzung, völlig verschätzt
oder: Wer "Bene" übersetzt mit gut,
beachtet kaum, was "Bene" tut

Eine satirisch gereimte Einschätzung
von Peter Sutor, April 2012


Der Papst mit Eifer reformiert,
da, wo es niemand int´ressiert.
Gläubige werden irritiert,
wenn "Unwürdige" ( ? ) aussortiert.
Bei Jesus ist das nie passiert.
Doch jetzt wird stramm fundiert marschiert.

Des Papstes Katechese
"pro multis" heißt "für viele",
ist - schlicht und einfach - "Käse",
führt nicht zum Glaubensziele.

Papst "Bene" scheint nicht ganz gescheit,
kapiert nichts von Barmherzigkeit,
die allen gilt, und das weltweit.
Jesus sagt´ dies´ voll Deutlichkeit.
Der Papst jedoch bringt neuen Streit.
Sein Brief ist voll Verschrobenheit
und geistlicher Engstirnigkeit.
Die Kirche wird damit entzweit.
"Bene", dank´ ab! ´s wär´ höchste Zeit.

Hintergrundinformation:
Papst Benedikt XVI. hat in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Änderung der Kelchwort-Übersetzung aus dem Hochgebet von "für alle" auf "für viele" zur schwerwiegenden Frage erklärt, die den Gläubigen per Katechese zu erläutern sei.Die in seinem Sinne entschiedene Übersetzungskorrektur macht er zur Bedingung für die Drucklegungsgenehmigung des neuen Gotteslobes.


Erbärmliches GeTRELLE
oder: DROHbotschschaft und GehorsamsZWANG sind unsrer Kirche Untergang
Eine Soltauer ErKLÄRUNG in vier Abschnitten
von Peter Sutor, März 2012


Hildesheims Bischof Norbert Trelle
agierte einmal mehr nicht helle,
da er verfügte auf die Schnelle:
in Soltau Diskussionsverbot.
Wer Meinungsfreiheit so bedroht,
kein Hirte ist sondern Despot.

Wär´ Bischof Trelle
doch e i n m a l helle
erführ´ er schnelle
des Kirchenvolks BeGEISTerung.
Und mit reformerischem Schwung
würde die Kirche wieder jung.

In Soltau und manch´ andrer Stelle
zeigt sich indes, dass Bischof Trelle
unfähig ist zum Dialog,
da er meist schwimmt in Meisners Sog,
der ihn in Amt und HERRschaft zog.

Drum sei gewarnt vor Bischof Trelle,
der auf Gehorsam pocht ganz schnelle,
sich nicht schert um die Fehlerquelle.
Achtet ein Hirt´ der Lämmer nicht
mangelt´ s an Sorge und Einsicht,
ist Ungehorsam wahrlich Pflicht.




Bischof Zdarsa beim Faschingsumzug in Augsburg


"Bischof Zdarsas Vorschlag zur Güte"


Copyright Dieter Hanitzsch , "Süddeutsche Zeitung"


"Wer heute in der Kirche alles mitreden will ..."


Copyright Dieter Hanitzsch , "Süddeutsche Zeitung"


PAPAs RECHTER Paladin, WOELKI "überfliegt" Berlin
oder: Karrier´ nicht schwer - mit "R(A/e)INER" Lehr`!


In scheinbar großer Glaubensnot,
Papst "Bene" den Berlinern droht:
Da Ihr nicht achtet die Gebot´ ,
färb´ ich Euch Woelki purpurrot.
Kniet nieder fortan! Seid devot!

Woelki, Kleriker maximal,
Weih-/ Erz-Bischof! Jetzt Kardinal!
Solche Karriere wirkt genial.
Ein selt´n er "Überflieger- Fall"!
Freilich - der Fakt ist arg fatal:
"B 16" macht proportional
meist RECHTE nur zum Kardinal.
Die Brauchbarkeit ist marginal.
Solang´ die Ansprüche frugal,
Linientreue optimal,
Theologie fundamental,
blinder Gehorsam kolossal,
ergibt das: Eignung, ideal!

Gleichwohl mein Rat hier, ganz pauschal:
Bleiben wir fröhlich, allemal,
immun gegen Hierarchen-Qual.
Ihr Prunk und Pomp ist eh recht schal
und sei uns sowas von egal…

Peter Sutor, Januar 2012
N(e)o-Aufbruch

Neuen Aufbruch wagen!
So machen sie sich Mut.
Dass sie nur nicht verzagen
in Kirchenlebenslagen,
wie's Benedikt schon lange tut!

Ein Jäger trifft den Hirschen, blatt,
beherrscht er Pfeil und Bogen.
Der Aufbruch keine Eile hat,
ist er doch von der Jagd schon matt.
Aufbruch kommt, ist nicht gelogen!

Der Dieb auch einen Aufbruch wagt,
vorm Juvelier, dem reichen.
Doch dieser hat ihm dann gesagt:
"Vorm Panzerglas hast du versagt.
Du bist ein Depp ohngleichen!"

Mit Aufbruch ist das so 'ne Sach:
Ja klar, dass sie ihn wollen.
Die Mittel dazu sind halt schwach,
drum geht es nur mit Ach und Krach,
meist geht er ganz verschollen.

Kirche bräucht den Neuaufbruch
wie Wein in neuen Schläuchen.
Mann, dass ich nicht das Weite such,
der Mief ist doch kein Wohlgeruch!
Wer soll den noch verscheuchen?

Wolfgang Dettenkofer
Seine Peinlichkeit Startheologe Wilhelm Imkamp

Vor dem Prälaten Imkamp sich zu grausen,
ist wahrlich der ReformerInnen Pflicht.
Er wär' geeignet für ein Bistum Odelzhausen,
denn was er von sich gibt, stinkt übel, und mehr ist es nicht!

Mit "Gänsewein" und Gloria begänn' die Bischofs-Feier.
Es juchzen Opus Dei und das Neokatechumenat
über das "prälatöse" dumm-Geseier,
das nur den Sinn der Volksverdummung hat.

Aufrechte Christenleut' kann's nur empören,
wenn so ein aufgeblasen-eitler Wicht
meint, dass Reformen in der Kirche stören.
Zeigt, wie sein Denken doch erbärmlich schlicht.

Peter Sutor
Wer war Matussek?
Ein längst überfälliger Nachruf. In satirischer Form vollendet von Peter Sutor

War ein schlimmer Talkshow-Schreck,
hierarchie- bewundernd jeck,
vom Papst "Bene" hin und weg.
Hieß Mathias Matussek.

Als Publizist ein "bunter Hund",
schrieb er sich schier die Finger wund,
und talkte schräg zu mancher Stund´ ,
bevorzugt über den Befund:
Die Kirchreform sei ungesund.
Weil für ihn in der Tradition
ausschließlich liegt der Segen schon.

Matussek wusste genau:
Jesus wollte keine Frau,
priesteramtlich, klerikal;
dies´ sei für die Kirch´ fatal!
Was der Zeitgeist bringt an Schand´,
könnt´ man sehn am Protestant´.

Bibelworte, streng genommen,
gab er gern den "Ultra-Frommen",
der nicht den Hauch des Zweifels hat:
Gott selbst will das Zwangszölibat!
Wie war der Papst da hell entzückt!
ER fand das Argument geglückt.
Lud zum Erhalt vom "HeiligSchein"
das fromme SPIEGEL-Schreiberlein
Matussek in den Himmel ein.

Bleibt er dort, ewig selbstgerecht,
wird´ s auch dem lieben Gott bald schlecht.
Draus folgt: Im Himmel wie auf Erden,
gibt´ s über "Fundis" viel´ Beschwerden.
Man sollte, fällt nicht leicht zu sagen,
am besten sie…"zum Teufel jagen".

Oktober 2011


Wer wird da sehen schwarz?
Ist alles rot: Hüte, Schuhe, Zahlen...


Oh hätt ich auch so rote Schuh,
mich brächte nichts mehr aus der Ruh.
Ich predigte "Entweltlichung"
und flöge in der Welt herum.

Ja, so ein Papst glaubt unfehlbar.
Wenn er zurück blickt, dann ist klar:
Die Welt ist schlecht - sie bleibet so.
Stimmt ein mit mir in dies Credo!

Der Martin Luther wird gefeiert,
dieweil ein Papst nur leise leiert:
"Wir können nicht, ihr dürft auch nicht!"
Gott sei ihm gnädig im Gericht.

Kleingläubig war sein Vorgänger,
der Petrus. Er versank im Meer.
Der Jesus hat ihn rausgezogen.
Er kennt ihn nicht. Ist dies gelogen?

Ach Herr, gib ihm wie Salomon,
ein hörend Herz, er bräucht es schon.
Doch was er teilt an Watschen aus,
ist Dir wie uns kein Ohrenschmaus.

Er meint, er hätte uns bestärkt.
Doch wer vorbeifährt und nicht merkt:
Ein Glaskasten verrät viel Angst.
Vertrauen du so nicht erlangst.

Oh wäret ihr in Rom geblieben!
Uns wäre viel erspart geblieben.
Gottferne ist wohl dein Problem!
Papstsein hält jung, ist angenehm.

Wolfgang Dettenkofer




Quelle: SÜDWEST PRESSE 22.9.11


Seid verschlungen Millionen

Seid verschlungen Millionen,
schnurzegal, wenns dreißig sind.
Bei uns will ein Vater wohnen,
folgsam bleche jedes Kind.

Eingedenk der hohen Ehren,
die sein Ausflug uns beschert,
soll sich ja kein "Einzger" wehren -
weil sich das doch nicht gehört.

Wenn er nur was davon hätte,
fänd ichs richtig, schön und gut.
Auch wärs nur für Etikette -
brächte mich das nicht in Wut.

Doch man muss den Mann beschützen,
ihn bewachen Schritt auf Tritt.
Dafür solln die Spenden nützen -
Heilger Geist, gehst Du nicht mit?

Ganz so sorglos, wie er findet,
bietet sich ihm nicht dies Land,
‚s ist in seinem Tun begründet,
denn da fehlt halt allerhand.

Meistens keine offnen Reden,
viel zu viel schon vorgekaut.
Sowas ist doch nicht für jeden -
der in ihm den Himmel schaut.

Ständig predigt er das gleiche,
gegen Einsicht und Verstand -
für ihn zähln nur Kinderreiche,
aber das ist längst bekannt.

Peinlichst abgezählt die Themen,
vieles fällt da untern Tisch,
die das fordern, solln sich schämen -
so wird Dumpfes niemals frisch.

Eingeengt in kalte Phrasen
gibt's auch diesmal Gottes Wort,
beim Triumphzug alter Hasen -
fliehts mit Grausen von uns fort.

Alles gäben für sein Lächeln
Höchste in der Hierarchie,
wie die jetzt schon tun und hecheln -
doch die Wahrheit lebt da nie.

Armer Vater, man entscheidet,
aber Du tusts meistens nicht.
Mit viel Gold bist Du bekleidet -
und das wars schon, mein Gedicht.

Die Verfasserin ist über 80 Jahre alt und war mit einem katholischen Priester verheiratet. Sie ist der Redaktion bekannt.


Oh Mutter Kirche!

Oh Mutter Kirche wie verschlafen
musst Du in Wahrheit sein,
dass allen Deinen Schafen
fällt nun der Himmel ein.

Du hast Dich um Dich selbst gekümmert,
in Roben seidig bunt -
im Gold, das Dich umschimmert,
warn Kinder krank und wund.

Dir wars nur alles furchtbar peinlich,
Dein Herz tat Dir nie weh -
und bald schon ist wahrscheinlich
für Dich das alter Schnee.

Du selbst fühlst Dich zutiefst beleidigt,
beim Blick auf Dein Vergeh'n,
suchst schnell wer Dich verteidigt -
suchst Sanftmut und Versteh'n.

Ja, Du verteilst jetzt weise Sprüche
und buhlst ernst um Gehör,
versprühst gern Wohlgerüche -
bei mir verfängts nicht mehr.

Oh Mutter, einst so viel Geliebte,
wie schmerzt uns Dein Verrat!
Wer wars, der Dich betrübte
und trieb zu feiger Tat?

Wer wars, der Dich so arg geblendet,
dass Schuld Du wollst nicht seh'n.
Doch dass mein Verslein endet -
Du selbst tatst dies Vergeh'n.

Du konntest meisterlich vertuschen,
schon bald wurds Dir zum Spiel.
Viel wolln heut nicht kuschn -
drum wirst Du selbst zum Ziel.

Drum Mutter Kirche, lass Dein Greinen,
wenn Schäflein laufen Dir davon.
Du weißt, warum sie weinen -
und wusstests lange schon.

Oh Mutter Kirche wie verschlafen
musst Du in Wahrheit sein,
dass allen Deinen Schafen
fällt nun der Himmel ein.

aus "Anonyma Bavara", Literareon im Herbert Utz Verlag, 2011

Die Verfasserin ist über 80 Jahre alt und war Jahrzehnte mit einem katholischen Priester verheiratet.







Copyright Annelie Hürter


Der PAPA und die Frauen
oder: weil Frauen unberechenbar, gehör´n sie nicht
an den Altar

Ein (fiktiver) Blick in "PAPAS geheime Tagebucheintragungen" heizt die Diskussion um Frauenordination und Ministrantinnen neu an:

Die Mädchen und die Frauen,
die lob ich für und für.
Wie gern mag ich sie schauen,
sie sind von schönster Zier.

Doch wenn sie am Altare
woll´n steh´n, wird mir bewusst:
Mein Gott mich wohl bewahre
vor Anfechtung der Lust.

Um dieses zu vermeiden,
weis´ ich endgültig hin:
Die Kirch´ muss sich bescheiden!
Der "Dienst" bleibt maskulin!

Die ironische Tagebucheintragung bezieht sich auf ein Gedicht von Martin Opitz (1597-1652), also einer Gedankenwelt, der sich Papst Benedikt XVI. besonders verbunden fühlt.

Peter Sutor, August 2011




Copyright Annelie Hürter






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OPUS DEI Woelki über Berlin
oder: Rainer Maria! O sancta pia simplicita!

Eine satirische Ballade über die
Neubesetzung des Berliner Bischofstuhles
von Peter Sutor, Juli 2011


Der PAPA schickt den Woelki aus, Berlin zu missionieren.
Berliner fragen: Ei, der Daus! Wie konnte det passieren?
"Das hat schon alles seinen Sinn", freut Meisner sich in Kölle.
"Seit ich hier CHEF-Erzbischof bin, herrscht Angst, selbst in der Hölle.
Die Dekadenz und Unmoral, Freiheit und freie Meinung,
bekämpf´ ich `Streitaxt-Kardinal`, in jeglicher Erscheinung".
Als Gotteskrieger, vorbestimmt, sieht Meisner seine Rolle.
Wer dessen Einfluss locker nimmt, kann sich verschätzen dolle.
Die deutsche Bischofskonferenz hat er im Griff - seit Jahren.
Reformer spür´ n die Konsequenz: Die RECHTS -Lag´ ist verfahren!
Des Meisners `Bischofs-Zuchtanstalt`, bestückt die Diözesen,
dass jeder Revoluzzer bald, vom Irr-Sinn muss genesen.
Berlin stark säkularisiert! Rotfront besetzt´ das Rathaus!
Da muss die Kirche reagier´ n. Sonst droht ihr rasch der Garaus.
Herr Woelki wird in Marsch gesetzt, den Ku´damm zu entseuchen.
Das (Kirchen-)Volk ist baff, entsetzt: Will er die Heiden scheuchen?
Berliner Homos ahnen schon: Jetzt geht´ s uns an den Kragen,
wenn wir nicht "Wowi"- Schutzpatron, um Rat und Hilfe fragen.
Bekannt ist, dass in Meisners Welt, gleichfalls in Woelkis Lehre,
nichts Andres als Katholisch zählt. Wer anders, stracks umkehre.
Den Glaubenshütern ist´ s grad recht. Die freu´ n sich TRIdentinisch.
Sie wetterten, dass alles schlecht - verdorben, halt berlinisch.
Erzbischof Georg, weich und lau, die kardinale Pleite!
Der hinterließ hier viel Verhau, laut rechter Gegen-Seite.
Zum Reinemachen auserkor´ n, mit OPUS DEI Segen
Rainer Maria, wohl verlor´ n, auf Berolinas Wegen.
"Der erste Schreck war riesengroß!", ließ er sogleich verbreiten.
"Mensch, lass davon die Finger bloß! Wirst es bereu´ n, beizeiten."
Dann - über Nacht - kam die Vision. Ist´ s nicht zum Haare raufen?
Plötzlich wusst´ Meisners `Zöglingssohn´: "Ich darf schlicht nicht weglaufen!"
Das klingt fast nach Martyrium, vielleicht auch wenig Reife.
Spricht so ein Bischofs-Unikum, oder einfach ne `Pfeife`?

Die Verse sind gewiss nicht nett , sie stellen aber klar:
Da fehlt der Heilig Geist komplett. Ob er im Urlaub war?
Im Vatikan und auch am Rhein, glaubt man, die Macht in Händen.
Doch das kann Drohbotschaft nur sein. Mein Gott! So soll´ s nicht enden.
Wenn alle, die getauft, gefirmt, sich Geistes Kraft besinnen,
so könnt´ - vom Papsttum abgeschirmt-, das Christsein neu beginnen.


Bei der kursiv gesetzten Textpassage handelt es sich um Zitate aus Agenturberichten



Der PAPA geht auf Sendung - wieder mal nur Blendung?
oder: 4 Minuten Benedikt löst nicht Dialogkonflikt


Ein ironischer Reim aufs päpstliche `Wort zum Sonntag` von Peter Sutor, Juli 2011

Mit vier Minuten (Droh-/ Froh-)* Botschaft
der Papst bestimmt zwei Dinge schafft.
Den Jubel der Anhängerschaft.
Die Papstgetreuen zu erfreuen
wird er Ermahnungen nicht scheuen.

Zum Zweiten wird es ihm gelingen,
den Quotenstand zu überspringen.
Macht (´s ) Wort zum Sonntag so zum Hit.
Das ERSTE macht begeistert mit.
Gemeinsam jauchzt TV / Kirch´ dann:
Das Volk fängt neu zu glauben an!

Zu dumm, wer das wohl glauben kann.

* Nichtzutreffendes kann gestrichen werden

Nach einem Bericht der Südd. Zeitung vom 7.06.2011 wurde der überaus beliebte und weithin wegen seines Engagements und seiner Fähigkeiten anerkannte Schweinfurter Pfarrer ohne die übliche Formel "mit Dank und Anerkennung" in den offiziellen Ruhestand verabschiedet, wie es im "Würzburger Diözesanblatt" nachzulesen ist. Darauf hin hat Pfarrer Breitenbach in einem Schreiben an das Ordinariat erklärt, dass er die ihm zugestellte Urkunde definitiv nicht annehme. weil diese "unter meiner Würde ist, die ich mir bewahren werde". Er sieht den Grund darin, dass er immer aufbauend gegenüber seiner Gemeinde und kritisch gegenüber dem Bischof war. Das vertrage der Bischof nicht.

Würzburger Versager-Bischof
"Un- Friedhelm"

oder: ein Bischof aus des Meisners Stall,
taugt nix, das ist ein klarer Fall


Ein gereimter Trost für den vorbildlichen Seelsorger Roland Breitenbach, emeritierter Pfarrer von St. Michael, Schweinfurt, dem von seinem Bischof Friedhelm Hofmann, ( ehemals von Kardinal Meisner zum Kölner Weihbischof auserkoren) ein offizieller Dank für seine großartige Arbeit im Weinberg des Herrn verweigert wird


"Un-Friedhelm", dies´ Meisner-Gezücht
in Engstirnigkeit sich gern flücht´.
Von dort gibt´s leider kein Entrinnen,
sonst würde er sich mal besinnen,
in wessen Auftrag er denn Hirte.
Müsst´ rasch erkennen, dass er irrte,
des Rolands Taten zu missachten.
Anstatt mit Lob es zu betrachten
wie der im "Weinberg Michael"
gepflegt hat vieler Menschen Seel´,
und Jesu Botschaft so verkündet,
dass sie bei Jung und Alt stets zündet.

Roland erhält, wir wissen´ s schon,
wenn nicht des Bischofs, Gottes Lohn.

"Un-Friedhelm" aber, ich möchte´ wetten,
ist so und so kaum noch zu retten.
Sitzt auf des Heilgen Kilians Stuhl
und spielt sich auf wie´n Großmogul.
In Köln hat er perfekt gelernt
wie man vom Christsein sich entfernt.

Peter Sutor, Juni 2011





Copyright Annelie Hürter






Copyright Annelie Hürter

Ihr lieben Brüder und ihr Schwestern,
ich künde Euch den Schnee von Gestern.
Symbolisch, wisst Ihr! Denn ich hocke
meistens doch unter der Glasglocke.
Weil - so gesehen - unberührt -
ein Papst wie ICH die Kirch' gern führt.

Peter Sutor





Copyright Annelie Hürter


Vielleicht noch ein Buch
- Papstbesuch

von Wolfgang Dettenkofer

Deutschland harrt auf Benedikt.
Der will uns gern besuchen!
Alt und jung sind sehr beglückt.
Ja, alle sind sie sehr entzückt.
Wer wird denn da gleich fluchen?

Was drängt ihn in den Bundestag?
Was muss er denen sagen?
Dass Gott die Homos gar nicht mag,
auch Lesben nicht, steht außer Frag.
Warum ihn das muss plagen?

Er mahnt und geißelt unentwegt!
Ja, diese Welt ist schlecht.
Dass all dies einen Papst aufregt,
die Erde sich auch falsch bewegt:
- meinetwegen, mir ist 's recht!

Bringt er uns wohl ein Gastgeschenk?
Die Frohbotschaft für heute?
Des Priestermangels eingedenk,
Gesetzesherr, die Latte senk!
Dein Teufel macht sonst Beute.

Ob du uns auch Gehör verleihst?
Braucht man nicht erst erwarten!
Dass du stets alles besser weißt,
und dann nichts tust zu allermeist,
oh merkten's die Genarrten.
So geht der fromme Gang der Dinge.
Die fromme Schar rennt zum Event.
Dieweil den Menschen es gelinge,
das man die Messe weltlich singe.
Die Kirche war mal Sakrament.

Oh wärest du in Rom geblieben!
Dort ist der Teufel eh schon los.
Wer so wie du von Angst durchtrieben,
hätt' besser Bücher nur geschrieben.
Wär' das für alle nicht famos?

Kölsche Plagen

Folge 3
oder: Die bodenlosen „Meisnerein“
muss man lautstark zum Himmel schrein.

Satirische Verse von Peter Sutor, Mai 2011

Es stellt die Frage sich nun mal,
ob denn beim Purpur-Kardinal
das Vorbild Jesu zu entdecken?

Bin sicher, Jesus würd´ erschrecken,
wenn er auf Erden – in der Nähe
Kölns Erzbischof rum wüten sähe.

Wie „ER“ Herrn Berger hat geschasst,
weil dessen Outing ihm nicht passt.
Und wie „ER“ die Reformer hasst!

Von Nächstenliebe keine Spur!
Für ihn zählt das Abstrafen nur.
Kein Vorbild! Nein! Abschreckung pur!

Wie „ER“ samt seinem SCHWADERLAPPen
vor Heuchelei tut überschnappen.
Im Erzbistum will kaum was klappen.

Manch´ Katholik seufzt/ klagt entsetzt:
Wer hat den auf den Thron gesetzt?
„Jo-Pa“, der „selig worden“ jetzt!

Zum Schluss stellt sich nur noch die Frage:
Wann endet bloß die Kölsche Plage?
Die Antwort scheint mir gar nicht „Bene“:
Solang´ DER Meisners Amtszeit dehne.





Copyright Annelie Hürter

Mario nette Bischofsbetrachtung

Gehorsam ist des Bischofs Pflicht,
ne eig´ne Meinung braucht er nicht.
Die hat er spätestens verloren,
als er den Treueeid geschworen.
Im lila-/ Purpur-Kleide, schön
darf er auf PAPAs Weisung gehen,
und sich nach dessen Diktum drehn.
Ist´s kindisch oder schon erwachsen?
Darüber lässt sich trefflich flachsen.
Küng fragt: „ Ist Kirche (noch) zu retten?“
Vielleicht. Doch nicht mit Marionetten.
Peter Sutor, Mai 2011

"Mai selig" Lied, ein "frustig" Lied

Satirische Anmerkungen von Peter Sutor

Dem Toten zum Gedenken - den Jublern zum Bedenken

Komm, holder Mai und mache,
dass ich - vor Zorn - nicht lache
über die Temposache,
in der selig "gemacht",
einer, der viel "vollbracht".
Der zwar von Vielen gut gelitten,
doch wohl zu recht nicht unumstritten.
In schier unglaublich kurzer Zeit
schafft´ s der zu hehrer Seligkeit,
der oft verengt hat, nicht befreit.
Der eisern pochte auf die Normen,
verhindert jegliche Reformen.
Der Freund des OPUS DEI war
auch schlimmer Diktatoren gar.
Der Missbrauchstäter hat geschont,
die rechten Frömmler stets belohnt´ ,
und den Befreiungstheologen
fruchtbares Wirken hat entzogen.
Schwang´re beraten durft´ nicht sein
bestimmt´ als Papst er ganz allein.
Manch´ Bischof fügte sich rasch drein.
Sein Leidensweg bleibt unvergessen.
Doch auch, dass er schien wie besessen
von dem Gedanken, Gottes Plan
sei im Besitz des Vatikan.
Kurzum: Johannes Paul, der Zweite
verkörpert Starrsinn, keine Weite.
Ach, möge er in Frieden ruh´n,
als "Turbo-Seliger" halt nun.
Wollt´ meinen Senf nur dazu tun,
dass sich leicht Taktisches hier fügt.
Der "Heilig-Schein" indes wohl trügt;
für Glaubensfreude nicht genügt.





Copyright Annelie Hürter




Zeigt her, Eure Spitzen, zeigt her Eure Schuh,
und dreht Euch schön rechts rum von spät bis in der Fruh.
Bald kommt Euer PAPA, im weißen Gewand,
dann herrscht eitel Jubel - kein Wort von all der Schand.
Rekordaustrittzahlen, die stören Euch kaum,
denn Ihr, die Gesalbten, Ihr lebt in einem Traum.

Ist´s bös das Lied? Zurecht geschieht!

Peter Sutor





Copyright Annelie Hürter






Copyright Annelie Hürter






Copyright Annelie Hürter






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Brandbriefe und "Brand-Herde"
Allzweckwaffe Denkverbot, hilft Hierarchie…nur noch zur Not

oder: Wer verweigert Diskussion, der riskiert Rebellion

Eine satirische Ballade von Peter Sutor

Der neue ältre Kardinal
Brandmüller, der ein schlimmer Fall
althergebrachten Denkens ist
und dogmenstarrer Rabulist,
geifert gegen die "Schwarz-Rebellen",
die ´n Zölibat in Frage stellen,
den er mit Wortgewalt verteidigt.
Er fühlt belästigt sich, beleidigt,
versetzt gar in ein Stimmungstief,
weil TEUFELs-Werk solch ein Brandbrief.
Derart Gezeter passt - oja -
den Bischöfen der DBK,
die der Politiker Begehren
rasch mit dem Argument abwehren:
Jetzt keine "Zöli"- Diskussion,
wo PAPA ante portas schon.
Dann weisen sie mit feigem Sinn
noch auf globale Lösung hin.
Schieben´ s Problem auf lange Bank
eh "Bene" wird vor Ärger krank?
Im "Kirchenvolk beschwichtigen",
sind sie 1 A - die Richtigen.
Gleichwohl die Bischöfe nicht ahnten,
dass neue Stürme sich anbahnten.
Ein Memorandum kam geflogen,
gezeichnet von viel´ Theologen.
Des Reformstaus überdrüssig
mahnen sie präzise, schlüssig
an, die Bischofskonferenz:
Schluss mit Beratungs-Resistenz,
sonst brennt´ s noch mehr - als Konsequenz!

Was folgern wir aus der Geschicht´ ?
Wer Feuer-Meldern widerspricht
beherrscht die Brandbekämpfung nicht,
versagt in seiner Führungspflicht
und zeigt wie sehr ihm fehlt: Weit-Sicht.
Kaum jemand ist darauf erpicht.

Februar 2011
Wacht auf, wenn Ihr mündig seid!

Ein leidenschaftlicher Weckruf
von Peter Sutor


Ihr Katholiken, seht Euch um!
Der Papst verkauft uns leicht für dumm,
da theologisch er verfasst
wie´s glaubenshütend ihm grad passt.
Bischöfe sprechen mit uns nicht,
es sei denn, man ist frömmelnd, schlicht.
Was wär´ somit der Christen Pflicht?
Einfach selbständig handeln, denken!
Und denen keinen Glauben schenken,
die fragwürdig von Macht besessen
Jesu Botschaften fast vergessen.
Verbannen wir Engstirnigkeit,
weil wir zur Freiheit sind befreit!

Februar 2011
O santo subito. Tempo br e vissimo!
oder: In Rekordzeit Seligkeit

Eine gereimte Legende über die wunderliche Papst-Seligsprechung von Peter Sutor

Polen-Augen leuchten helle:
Seligsprechung auf die Schnelle!
"Johann Paul 2" hat es geschafft.
Dank "B 16" und Wunderkraft
wird er in maßlos kurzer Zeit
verklärt in höchste Seligkeit.
Das Prüfverfahren läuft geschmiert
hierarchisch systematisiert.
Wobei das "Wunder-Protokoll"
recht wunderlich sich lesen soll.
Was jedoch jedem frommen Wicht
in seiner Scheinwelt kaum anficht,
da scheinbar Gott selbst selig spricht.

Die Päpste machen´ s sich zu Nutzen.
Wer nachdenkt, der wird freilich stutzen,
und allem faulen Zauber trutzen.

Was neuerdings erkennbar ist,
ahnt längst schon der gemeine Christ:
Es bricht sich derzeit - ratzfatz - Bahn
ein Selig- / Heiligsprechungs-Wahn.
Bei "Fundis" kommt das super an!
Doch bringt´ s die Kirche nicht voran.

Wer Jesu Lehren will kapieren,
den stört nur das Glorifizieren.

Ein Tebartz- van Elst - Portrait ä r ät ät ä … !

Tebartz - van Elst zu porträtieren?
Trostlos! Man muss sich arg genieren.
Kann dessen Wortwahl nur glossieren,
die Frömmeleien persiflieren
und sein Gehabe parodieren.

Wie der meint, er müsst´ residieren,
karrieresüchtig kokettieren,
mit Macht - Insignien sich zieren,
dem Kirchenvolk sich präsentieren,
seine Bedeutung zelebrieren,
phrasieren und dogmatisieren,
im Edelschlitten rumkutschieren,
die Kleriker uniformieren
und seine Kritiker barbieren!

Als Hirten ihn inthronisieren,
das durfte "Bene" nicht passieren.
Doch "Papa" liebt halt solch´ Manieren,
wenn "Geistliche" antichambrieren,
den Vatikan glorifizieren,
anstatt - wenn nötig - kritisieren,
und einstehen fürs Reformieren.

Grund gäb´ s genug, zu lamentieren.
Doch sollt´ man weder resignieren
noch ärgern, wüten, echauffieren.
Vielmehr die Kräfte konzentrieren,
und unerschrocken opponieren.
Entschlossnes Handeln demonstrieren.
Franz-Peters Plumpheiten monieren,
und wo es geht, intervenieren.
Nicht locker lassen, protestieren,
und ihn letzt endlich demaskieren!

Ist dieser Bischof zu kurieren?
Wer´ s glaubt, mag dies Portrait studieren
und realistisch dann taxieren.
Ein JA werde ich nicht riskieren.

Peter Sutor
Januar 2011



Transparenz - nicht nur bei Vatikanfinanzen!

Copyright Annelie Hürter


Lamento Limburgo

oder: Ein Sprachrohr, das viele sprachlos macht

Die Ballade vom
gottgefälligen Sieben-Silben- Bischof
Franz-Peter Tebartz-van Elst

Als Sprachrohr Gottes, selbst ernannt
machte sich " TvE " bekannt.
Hochwürdigst - eitel - arrogant
ist Limburgs Bischof ein Garant
für Kirchenaustritt und Proteste.
Nur "Bene" glaubt, der sei der Beste
für solch ein Bistum, das fürwahr (?)
durch Kamphaus arg verlottert war.
Der Weichling Franz hatt` - kaum zu fassen,
Laienumtriebe zugelassen;
als Hirte menschlich sich gezeigt,
doch bischöfliche Macht….vergeigt.
Der Papst entschied in höchster Not:
Hier braucht´ s nen Mann von echtem Schrot
und klarem Theologen-Korn,
der n Klerus zügig führt nach vorn!
Die Diözese bringt auf Zack
und zähmt das dreist´ Reformer-Pack.
Mit eisern Stab die Lämmer weidet,
egal wie sehr die Herde leidet.
Sich wider alle Renitenz
baun lässt ne Bischofs- Residenz.
Kost´ circa acht Millionen nur.
Von Geldverschwendung keine Spur..(?)
Bedenkt, was zählen die Millionen,
wenn Gottes Megafon will thronen.
Auch braucht Franz- Peter auf die Schnelle
zum Beten ne Privatkapelle,
dass ungestört vom Kirchenvolke
er schweben kann auf seiner Wolke,
die ihn bald weiter tragen soll…
…gen Köln, das fände er wohl toll.
Auf diesem Weg käm´ er nicht weit
mit freundlicher Bescheidenheit.
Er setzt stattdessen, wohlbedacht
auf Luxus, Pomp, Glanz, Pracht und Macht,
auf Ehrentitel, "heilig" Kleider.
Wem das nicht passt, wähnt er als Neider.
Sehr gern fährt er - "macht hoch das Tor" -
pompös im Edelschlitten vor
und lässt genüsslich sich hofieren.
Beklagt, dass die ihn kritisieren
nur eines wolln: ihn diffamieren!
All das soll gottgefällig sein?
Mein Fazit lautet: Nein! Nein! Nein!
So´ n Sprachrohr ist die reine Pein!

Peter Sutor, 16.12.2010


Weihnachtsbotschaft 2010

Copyright Annelie Hürter


Brief von Gloria Romtreu an Bischof Hanke:

Seine Exzellenz, Hochwürdigster Herr Bischof Dr. Gregor Maria Hanke!

Als übereifrige kath.net-Leserin erlaube ich mir heute, Ihnen hochwürdigster Herr Bischof, für Ihren heldenhaften Kampf gegen die Modernisten in unserer Kirche ein herzliches Vergelt’s Gott zu sagen. Klarheit, Reinheit und Ausgrenzung gehören nun mal zu den christlichen Prinzipien, ob diese Modernisten das hören wollen oder nicht.

Wie der kath.net-Artikel überschrieben ist, so sollte es auch sein: „Bischof Hanke: Christusbeziehung wichtiger als Mordernität“. Geh ich fehl in der Annahme, dass Ihr überaus tüchtiger Mitarbeiter, Hochwürden Vizeoffizial Magister Magister Dr. Alexander Pytlik, der zugleich kath.net-Mitarbeiter ist, (der eigentlich als Militärkaplan der Reserve, der wo er auch noch ist und eigentlich von Ihrem verehrten Vorgänger im Bischofsamt ursprünglich nur ausgeliehen war!) Ihnen beratend zur Seite gestanden hat? Ihre Aussage: „Christusbeziehung wichtiger als Mordernität“ ist so was von überzeugend, wie „Nachts ist es kälter als draußen!“ Wer will denn da noch was sagen?

Ich darf Ihnen in aller Form versichern, dass ich mit meiner Meinung nicht allein innerhalb der kath.net-Fanschar stehe. Hier nur zwei Solidaritätsbekundungen:

Dismas: ja Bischof Hanke ist einer der besten, leider zu wenigen Bischöfen in D. Ich kenne ihn schon lange, ihm hätte der Kardinalspurpur eher zugestanden, als z. B. Ebf. Marx (Tradition her oder hin)

Agnus Dei: Bischof Gregor Maria Hanke bringt es unumwunden genau auf den Punkt, um was es bei Kirche-Sein geht! Das ist richtig Klartext gesprochen und unmissverständlich! Ein wahrer Genuss! Danken wir Gott für diesen wunderbaren echten Hirten und erbitten wir reichlichen Segen für ihn!

Diesen „selbst ernannten Innenarchitekten“ geht es doch nicht, wie sie richtig und mutig feststellen, „um die Liebe zu Christus, die Christusbeziehung“, die wir besitzen und auch nicht hergeben. Denen geht es nur um „Technokratie“ und Kirche als „soziologische Größe mit gruppendynamischen Prozessen“. Sie stellen auch überaus richtig fest, dass denen die „Gemeinschaft mit Christus fehlt“ und deren „Glaube im Alltag leblos und nutzlos“ werde. Sie haben auch richtig festgestellt, dass diese Modernisten „einmal die Woche zur Kirche gehen – ‚den Herrn auf fünfzig Minuten pro Woche zu reduzieren’ – und sich anschließend nichts im Leben verändert.

Übrigens noch eine Frage: Achten Sie ebenfalls so konsequent wie Ihr (in Eichstätt!) verehrter Vorgänger auf die Einhaltung der seinerzeit von ihm veranlassten Hausordnung im Priesterseminar?

Ich darf mich bei Ihnen, Exzellenz Hochwürdigster Herr Bischof, noch einmal für Ihre klaren und wahren Worte in alleruntertänigster Form bedanken und verbleibe

mit vorzüglichster Hochachtung, Ihre

Gloria Romtreu

Bad Schaumwein, den 11.11.10



"Papst: Menschenwürde
in Politik und Gesellschaft beachten!"


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Mit Spruch-Kapital zum Kardinal
Ubi Marx ibi Quarks
oder: Wo Marx wirkt, blühen Sprüche
Satirische Verse von Peter Sutor, Oktober 2010

Ein Bischof mit Spruch-Kapital
wird jetzt der jüngste Kardinal.
Traf "Bene" hier ne gute Wahl?
Seehofer glaubt das allemal,
weil der alerte Kirchenmann
so gut wie er "spruchbeuteln" kann,
und mit rhetorischem Geschick (!?!)
"Kirche ist keine Wurstfabrik!"
flott abwehrt jegliche Kritik.
Beklagt man den Zwangszölibat,
hält er die Antwort gleich parat,
dass "Jesus lebte ehelos".
Den Fundis scheint das grandios.
"Wir brauchen Demut mehr als Mut!"
Mit diesem Spruch meint er, kann gut
er den ReformerInnen zeigen,
dass sie demütig sollten schweigen.
Sehr gern führt er das große Wort,
Großkanzler Marx, fühlt sich als Hort
von Tradition und Mächtigkeit.
Kommt dazu Papst-Ergebenheit
führt das karriere-mäßig weit.
Kurzum, mit soviel Kapital
wurd´ Marx rasch purpurn - Kardinal.

Ob dies zum Heulen oder Lachen?
Mög´ man sich selbst nen Vers drauf machen.

Anmerkung: Kursiv gesetzte Worte sind Originalzitate von Erzbischof Dr. Reinhard Marx, der auch Großkanzler der Katholischen Universität, Eichstätt ist und der im November 2010 von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal erhoben wird.

Ein Bischof wird ruhig gestellt
Oder: Die Zelle war zu karg und klein. Mixa darf in ´ne Villa rein.

Eine gereimte Moritat von Peter Sutor

Für "Missbrauch-Mixas" Ruhestand
- das war gewitzt ersonnen -
man eine passend "Herberg" fand
bei EHR fürchtigen Nonnen.

Doch wer einst lebt wie´ n stolzer Pfau,
den musst´ es schwer verdrießen,
wenn er in einem Klosterbau
sein Dasein sollt´ genießen.

Dass Augsburg ihn so rasch entsorgt,
fand Mixa gar nicht nette.
Doch Eichstätts Bischof ihn nun borgt
in vorlängst Wirkungsstätte.

Es fügte sich schier wunderbar
fürn üblen Trickser Mixa,
dass leer stand seit gut einem Jahr
´ne bistumseigne Villa.

Ein Bischof fällt, so darf man´ s sehn,
- und zwar ganz ohne Schmäh -
egal wie scheußlich sein Vergehn
schlimmstens in ein Palais.

Was lehrt nun diese Moritat
all die gemeinen Christen?
Wer einen Papst-/ Fürsprecher hat
in keiner Zell´ muss fristen!




Im Rückwärtsgang an die Wand

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Bischöfe im Bunker

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Dem Glauben eine Zukunft geben - Erzbischof Marx und die Strukturreform

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Priesterförderungsmaßnahme von Amts wegen

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Wir lassen uns nicht abkanzeln!

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Mixa ante portas

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Taugt Walter nix - kommt Konrad fix!


Die Moritat von der "Augsburger Blitzernennung"

"Konrad", sprach jetzt der PAPA, "du musst raus aus Görlitz, ja, denn ich habe fix entschieden, dass du Augsburg sollst befrieden. Nachfolger vom Mixa, Walter! ´s wird ein Heidenspaß, mein Alter."

Der "Datschi"-Jubel ist sehr groß, weil Konrad kommt. O wie famos! Den "Wüstling" Walter sind sie los. Ein Retter naht…zur r e c h t e n Zeit. Das Bistum schwebt in Seligkeit. Elysium ist nicht mehr weit.

Ins Grübeln kommt so manch ein Christ, wie schnell das hier gegangen ist. Wer hätte denn vorausgesagt, dass Mixa so schnell fort " gejagt" ? Und danach dauert -( war´s nicht klar?) - die "Bischofs-Brutzeit" knapp ein Jahr.

Was lehrt uns diese Moritat? Der "Bene" kann als Autokrat immer entscheiden wie Er will… …solang das Kirchenvolk hält still.

Peter Sutor, Juli 2010

MÜLLERsches SchLIM(M)ERICK-Triple


Ein Bischof, wie´s keinen dürft´ geben
in Regensburg muss man erleben.
Er hetzt und verletzt,
dass viele entsetzt fordern, Müller des Amtes entheben!

Papst "Bene" - das ist kaum zu fassen
mag von Bischof Müller nicht lassen.
Anstatt ihn zu rügen,
meint ER, es sind Lügen
und die Bosheit hysterischer Massen.

Vergeblich die Gläubigen flehen,
dass dieser Sakralfürst muss gehen?
Denn der Gloria Glanz
und die "höchste Instanz"
felsenfest-trotzig hinter ihm stehen.

Peter Sutor, März 2010
Mixa und sein reines Herz- eventuell ein übler Scherz
Die Ballade vom unglaublichen Blamage-Bischof


Vom "Watschn- Mixa" - welche Schand` -
gibt' s üble Kunde, allerhand.
Mit Stiftungsgeldern ging er um
als wären die sein Eigentum.
Nen Bischofsring und teuren Wein kauft´ er mit fremdem Gelde ein.
Entdeckt´ er Schätze einst, antik,
dann wurde gierig gleich sein Blick.
Hat fix dank klerikaler Macht
Wertstücke so an sich gebracht.
Was ihm gefiel- er konnt´ es haben.
"Gut-Gläubige" gern Opfer gaben.
Der Geldtransport aus Mazedonen
tat sich nicht so richtig lohnen.
Trotzdem genießt der Kirchenmann höchst´ Ansehen im Vatikan.
Er sorgte ständig für Schlagzeil
en, indem er heftig tat austeilen.
Jetzt aber schlägt´s bei ihm hart ein.
Es heißt, er schlug manch´ Kinder, klein.
Mixa darauf: "Mein Herz ist rein!"
Zwei Wochen später sagt er: "Jein,
vielleicht könnt´ s so gewesen sein.
Gleichwohl galt damals die Doktrin,
dass jeder Schlag hat einen Sinn!
Weshalb ich handelte, na bitte,
doch nur nach alter Väter Sitte!
Für noch mehr Wahrheit sorgt Herr Voß.
Sitzt neben mir auf hohem Ross!"


Weil´s Kirchenvolk hat längst genug
von mixamäßig Lug und Trug,
folgt letzter Aufruf: Bitte schön,
Herr Bischof, es ist Zeit zu geh´n!

Peter Sutor, April 2010
Mixas schLIMmERICKe Touren

Herr Mixa liebt´s, sich zu verschanzen.
Er würd´ versteh´n... nichts von Finanzen.
Erst recht von "Stiftungen" im Ganzen.
Auch von Prügeln - bewusst -
hätt´ er nie was gewusst.
So lässt er die Ausreden "tanzen".
(zur Begeisterung aller "HOF-Schranzen")
Im Bistum zu hör´n ist die Klage:
Was kommt denn noch alles zutage?
Doch so schlimm wohl die Schand´;
der Bischof - gewandt -
stellt ausschließlich die Opfer infrage.
(erbärmlich - ich dazu nur sage!)

PS: Korrekt, das zeigt sich klar zum Glück,
ist hier nicht mal der Limerick

Peter Sutor, April 2010
Vorsicht! Nicht miss-(bräuchlich) zu verstehende Satire!
Wartet nur bis der Stadtpfarrer kommt...
Die Verslegende vom "ein-sichtigen" Mixa

Als Mixa wirkt´ in Schrobenhausen,
erzählt man, Kinder packt´ das Grausen.
Gefürchtet war der Stadtpfarrer
schon stets als strenger Prediger.
"Verbaler Haudrauf"! "Schwert des Herrn"!
So gab sich Pfarrer Mixa gern.
Doch furchterregend zu der Zeit
war wohl seine "Schlag Fertigkeit",
die ihm nun aber scheint entfallen,
weshalb er jetzt beteuert allen:
Hätt´ ich im Leben je geschlagen,
wüsst´ ich das...wie sich´s zugetragen.
In meinen Kopfe - irgendwo -
fänd´ ich Erinnerung da, so-
dass ich sofort, wer glaubt es nicht,
gäb´ ab den ehrlichen Bericht.
Denn niemals fehlt´ bei mir "Einsicht"!
Die Opfer, sollt´ es welche geben,
fürsorglich werden mich erleben.
Statt Aufklärung, da bin ich gegen,
biet´ ich Gespräche an und Segen.


Im Kirchenvolk hört man es raunen.
Nicht wenig´, die ihn kennen, staunen.
Bis plötzlich auch den Letzten klar:
Mixa stets voller "Ein-Sicht" war.

Peter Sutor, April 2010


Vorsicht Satire! Kein Ostergedicht!
Das Martyrium des "Weißen Hasen"
oder: Gottlose Welt den Missbrauch nutzt,
damit die Kirche wird beschmutzt

Zu recht die Menschen sich beschweren
über das "untern Teppich kehren",
weil Laster, sträfliches Verfangen
damit meist sind einher gegangen.
Kann sein, dass diese Sicht verkehrt,
wenn "PAPA" untern Teppich kehrt?
Heißt Kritik an derlei "Kehrung"
mangelnd fromme Papst-Verehrung?
Wird angeklagt mit böser Lust,
obwohl der Papst von nichts gewusst?
Ist dann die "Ratzi"-Hetzerei
tatsächlich pure Ketzerei?
Sind Kirchenhasser sprungbereit
wie einst in allerschlimmster Zeit?
Benutzt man "Gottes Stellvertreter"
in übler Form als Fußabtreter?
Gilt so als Opfer des Missbrauch
nicht unser "Papa Bene" auch?
Wird draus gar - wer nicht frägt, bleibt dumm-
des Benedikt´s Martyrium?
Schreibt Hirtenworte voller Schmerz
um anzurühren unser Herz.
Indes liest sich sein Brief wie Pflicht,
erreicht der Menschen Herzen nicht.
Darum kaum jemand glaubt es - just -
der "Weiße Hase" hätt´ nix g´wusst.
Nur Wahrheit macht uns frei und froh!
Für Päpste gilt dies ebenso!

Peter Sutor, März 2010


Des Schwarzen Peters Kommentar

Der PapaRatzi schrieb den Iren:
Ihr wisst, dass ICH kann niemals irren!
Schuld am Skandal sind Eure Hirten,
die sich missbräuchlich schlimm verirrten,
sowie verschwieg´ne Oberhirten,
die meine Weisung ignorierten.
Verantwortlich bin ICH für nix.
Es grüßt Euch Euer Ponti...fix!!



Copyright Gerhard Mester




Copyright Gerhard Mester


Peter Sutors gereimte Bissigkeiten gegen verbissene Reformverweigerer, März 2010

Halbherzig GerACKER MANN
oder: Oberhirten in der Kirchenkuppel, mutlos

Es ackert Bischof Ackermann,
dass Missbrauch er aufklären kann.
Er prüft die Fälle, strengt sich an.
Doch an die Wurzeln müsst´ man ran.
Strukturreformen heißt die Pflicht!
Zuviele Bischöf´ woll´n dies nicht.
Unwille/ Angst aus ihnen spricht.
Selbstherrlichkeit prägt ihr Gesicht.
Von einem neuen Führungsstil,
da halten sie - weiß Gott - nicht viel.
Pomp, Privilegien und Macht
bleibt alles wie althergebracht.
Sexual- / Frauen-Feindlichkeit
scheint festgelegt für allezeit.
Den Zölibat - weil genial (?) -,
den lockern sie auf keinen Fall,
damit in ihren Männerbund
nichts eindringt, was "leicht" ungesund.

So steh´n nun diese Fragen an:
Was bringt verbal GerACKER MANN ?
Folgt konsequentes Handeln? Wann?
Das Kirchenvolk glaubt kaum noch dran.
Es hat, dies´ schreib´ ich sorgenvoll,
mehrheitlich längst die Nase voll!!

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